Vilonda bringt Vilocar: E-Auto-Leasing per Gehaltsumwandlung soll Absatz ankurbeln
Das Frankfurter Unternehmen Vilonda bringt mit Vilocar ein neues E-Auto-Leasingmodell per Gehaltsumwandlung auf den Markt und reiht sich damit in eine wachsende Zahl von Anbietern ein.

Das Frankfurter Unternehmen Vilonda hat mit Vilocar eine neue Plattform für E-Auto-Leasing per Gehaltsumwandlung gestartet. Das 2022 gegründete Unternehmen orientiert sich dabei am bewährten Modell des Dienstradleasings und überträgt es auf Elektrofahrzeuge. Zur Auswahl stehen rund 100 Modelle von 30 Marken, vom Kleinwagen bis zur Luxuslimousine.
Wie das Modell funktioniert
Bei der Gehaltsumwandlung verzichten Arbeitnehmer auf einen Teil ihres Bruttogehalts und erhalten dafür die Nutzung eines E-Autos. Durch Steuereinsparungen fällt die Netto-Rate deutlich niedriger aus als bei einem privaten Leasingvertrag. Vilonda wirbt mit Preisvorteilen von bis zu 60 Prozent gegenüber dem privaten Leasing. Die Standardlaufzeit bei Vilocar beträgt 48 Monate, die Kilometerleistung ist flexibel vereinbar. Für Arbeitgeber ist das Paket nach Angaben von Vilonda kostenneutral, lediglich Ladekosten fallen für Mitarbeiter an, sofern der Arbeitgeber diese nicht übernimmt.
"Das Dienstradleasing hat gezeigt, wie erfolgreich Mobilität über den Arbeitgeber funktionieren kann. Mit Vilocar übertragen wir dieses Prinzip konsequent auf das Elektroauto", sagt Sevilay Gökkaya, CEO und Managing Director von vilocar Deutschland. Das Unternehmen selbst beschreibt sein Angebot so: "Das Angebot reicht von familiengerechten Elektrofahrzeugen bis hin zu sportlichen Elektro-Modellen."
Ein wachsender Markt mit mehreren Anbietern
Vilonda ist nicht allein mit diesem Ansatz. Octopus Electric Vehicles ist ebenfalls mit einem All-Inclusive-Paket für E-Auto-Leasing per Gehaltsumwandlung in Deutschland gestartet. Beim Beispiel eines Kompaktklasse-Autos sinkt die monatliche Rate dort von 560 Euro auf 345 Euro, eine Reduktion von 40 Prozent. "Ein All-Inclusive-Angebot soll Arbeitgebern die Möglichkeit geben, diesen Schritt für ihre Teams unkompliziert und risikoarm zu gestalten", so das Unternehmen.
Auch FINN bietet mit JobAuto ein vergleichbares Modell an: Durch Gehaltsumwandlung sind Ersparnisse von bis zu 40 Prozent auf die Abo-Rate möglich, inklusive Versicherung, TÜV, Steuern und Zulassung. Das Vibe-Abo-Modell verspricht Ersparnisse von 30 bis 40 Prozent gegenüber dem privaten Abo. E.loop, ein Angebot der Volkswagen Group Retail Deutschland, setzt ebenfalls auf digitales E-Auto-Leasing per Gehaltsumwandlung mit zentraler Fahrzeugauswahl und Kostenkontrolle für Arbeitgeber.
Steuerliche Rahmenbedingungen als Rückenwind
Die Modelle profitieren von günstigen steuerlichen Bedingungen: E-Dienstwagen müssen nur mit 0,25 Prozent des Listenpreises als geldwerter Vorteil versteuert werden, verglichen mit 1 Prozent bei Verbrennern. Diese Regelung gilt bis zum 31. Dezember 2030. Hinzu kommt die seit dem 1. Januar 2026 gültige Bundesförderung für reine E-Autos, die sozial gestaffelt zwischen 3.000 Euro und 6.000 Euro liegt. Etwa 80 Prozent der Elektro-Dienstwagen in Deutschland werden geleast, wobei die steuerlichen Abschreibungsvorteile bei der Leasinggesellschaft und nicht beim Arbeitgeber verbleiben.
Absatzdruck als Hintergrund
Die Häufung neuer Finanzierungsmodelle fällt in eine Phase, in der Hersteller nach dem Ende der staatlichen Kaufprämie 2023 verstärkt zu Rabatten und Leasing-Boni greifen, um Absatzlücken zu schließen. Wie sich die tatsächliche Marktdurchdringung der Gehaltsumwandlungsmodelle entwickelt und ob dadurch spürbar mehr E-Autos verkauft werden, lässt sich derzeit anhand öffentlich verfügbarer Daten nicht abschließend beurteilen. Auch bleibt offen, welche Rolle die Verbraucherwahrnehmung spielt, denn wie aktuelle Zahlen zur Marktdurchdringung von Elektroautos zeigen, klafft zwischen Rekordquoten und Verbraucher-Skepsis weiterhin eine Lücke.
Ein weiterer Aspekt, der für Leasingnehmer relevant werden könnte, betrifft den Wiederverkaufswert der Fahrzeuge nach Vertragsende. Gerade bei E-Autos hängt dieser stark vom Zustand der Batterie ab, wie Analysen zur Batteriegesundheit und zum Restwert verdeutlichen. Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die sich auf mehrjährige Leasingverträge einlassen, dürfte dies mittelfristig an Bedeutung gewinnen.
Ausblick
Ob sich die Gehaltsumwandlungsmodelle langfristig als Massenlösung etablieren, hängt auch von möglichen Änderungen der steuerrechtlichen Rahmenbedingungen nach 2030 ab. Bislang bieten sie Arbeitgebern und Arbeitnehmern eine Möglichkeit, den Umstieg auf Elektromobilität finanziell attraktiver zu gestalten, während die Branche insgesamt nach neuen Wegen sucht, die Absatzzahlen zu stabilisieren.
Häufige Fragen zum Thema
- Was ist Gehaltsumwandlung beim E-Auto-Leasing?
- Arbeitnehmer verzichten auf einen Teil ihres Bruttogehalts und erhalten dafür die Nutzung eines E-Autos. Durch Steuereinsparungen fällt die Netto-Rate oft 30 bis 60 Prozent günstiger aus als bei privatem Leasing.
- Welche Anbieter gibt es für E-Auto-Leasing per Gehaltsumwandlung?
- Zu den etablierten Anbietern zählen Vilonda mit Vilocar, Octopus Electric Vehicles, FINN mit JobAuto sowie e.loop von Volkswagen Group Retail Deutschland.
- Welche steuerlichen Vorteile bietet ein E-Dienstwagen?
- E-Dienstwagen müssen nur mit 0,25 Prozent des Listenpreises als geldwerter Vorteil versteuert werden, gegenüber 1 Prozent bei Verbrennern. Diese Regelung gilt bis zum 31. Dezember 2030.
Quellen dieser Recherche
- E-Auto per Gehaltsumwandlung: Expertentipp von ROSIER
- JobAuto: Kostengünstig zu Ihrem Wunschfahrzeug mit FINN
- Gehaltsumwandlung: Wenn weniger mehr Wert wird | FLOTTE
- E-Auto per Gehaltsumwandlung leasen | Fuhrpark
- Vilonda schnürt Angebot für E-Autos via Gehaltsumwandlung - electrive.net
- Octopus startet E-Auto-Leasing per Gehaltsumwandlung
- Vilocar: Neues Leasingmodell für Elektrofahrzeuge
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Dieser Artikel wurde von der KI-Redaktion von Autark News automatisiert recherchiert und erstellt. Alle Angaben basieren auf den oben genannten Quellen, Stand: 6. September 2026.
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