The Exploration Company sichert sich 450 Millionen Dollar für europäische Raumfahrt
Mit 450 Millionen US-Dollar Series C wird The Exploration Company zum bislang größten europäischen Raumfahrt-Deal mit weiblicher Gründerin an der Spitze. Das Startup baut die Kapsel Nyx für Flüge zur ISS.

Das deutsch-französische Raumfahrt-Startup The Exploration Company (TEC) hat 450 Millionen US-Dollar in einer Series-C-Finanzierungsrunde eingesammelt. Damit ist es die größte Series-C-Runde, die jemals von einem europäischen Raumfahrtunternehmen aufgebracht wurde, und zugleich die größte Finanzierungsrunde eines in der EU ansässigen Unternehmens mit weiblicher Gründerin an der Spitze.
Wachstum von vier auf hunderte Mitarbeiter
Das Unternehmen wurde 2021 von Hélène Huby gegründet, deren Team aus Airbus und ArianeGroup stammt. Innerhalb von fünf Jahren wuchs TEC von vier auf über 500 Mitarbeiter. Aktuell beschäftigt das Unternehmen mehr als 400 Menschen an Standorten in München, Bordeaux und Oberpfaffenhofen. Die neue Runde wurde von Bessemer Venture Partners, Atomico und dem von EQT verwalteten Scaleup Europe Fund angeführt. Insgesamt hat TEC seit der Gründung 2021 damit 680 Millionen US-Dollar an Kapital eingesammelt, nach einer Series A über 40,5 Millionen Euro Anfang 2023 und einer Series B über 150 Millionen Euro Ende 2024.
Nyx und Storm als technologisches Herzstück
Mit dem frischen Kapital treibt TEC die Entwicklung der wiederverwendbaren Raumkapsel Nyx und des Hochschub-Raketentriebwerks Storm voran. Nyx soll bis 2028 zur Internationalen Raumstation ISS fliegen und dort im Orbit betankbar sein. Damit wäre sie die erste Raumkapsel für eine Raumstation, die primär privat finanziert wurde. „This financing will allow us to execute with urgency: to bring Nyx to the International Space Station and safely back to Earth, while accelerating Storm“, erklärte das Team von The Exploration Company.
Politische Rückendeckung aus Paris und Brüssel
Die Finanzierungsrunde erhielt prominente politische Unterstützung: Der französische Präsident Emmanuel Macron und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bestätigten öffentlich ihre Rückendeckung für das Projekt. Für Gründerin Hélène Huby ist das ein Beleg dafür, dass europäische Zusammenarbeit über nationale Grenzen hinweg funktioniert: „The scale of this funding round reflects not only the tremendous capabilities of our team. It also demonstrates that building global companies with European roots is only possible through promoting trust and collaboration between European countries.“ Bereits bei der Series B waren 98 Prozent der Investoren europäischer Herkunft, was die zunehmende Kapitalkraft des Kontinents in diesem Sektor unterstreicht.
Teil einer größeren europäischen Bewegung
Die Runde von TEC reiht sich in eine Serie großer europäischer Spacetech-Deals ein: Isar Aerospace sicherte sich zuletzt 270 Millionen Euro, während Iceye eine Milliarde Euro einsammelte. Damit positioniert sich Deutschland zunehmend als Wettbewerber gegen die Dominanz von SpaceX. Auch technisch zeigen deutsche Raumfahrt-Startups, dass sie mit US-Anbietern konkurrieren können, wie etwa der erfolgreiche Start der ersten Orbitalrakete vom europäischen Festland durch Isar Aerospace demonstriert hat. Deutschland zählt inzwischen zwölf finanzierte Space-Tech-Startups mit einer Gesamtfinanzierung von 2,2 Milliarden Dollar, wobei München und Berlin als führende Hubs gelten.
Ausblick: Offene technische Fragen
Ob TEC die angepeilten Meilensteine, insbesondere die ISS-Andockung und erste Tests des Storm-Triebwerks, tatsächlich bis 2028 erreicht, bleibt offen. Ebenso unklar ist, wie sich Nyx technisch und wirtschaftlich von chinesischen und russischen Raumkapsel-Alternativen unterscheiden wird und wie belastbar die bisherige europäische Finanzierungsstruktur gegenüber künftigen Wettbewerbern aus den USA ist. Gründerin Huby selbst formuliert den Anspruch klar: „I founded The Exploration Company to give Europe that capability, and a seat at the table.“
Häufige Fragen zum Thema
- Wie viel Geld hat The Exploration Company insgesamt eingesammelt?
- Seit der Gründung 2021 hat The Exploration Company insgesamt 680 Millionen US-Dollar an Kapital eingesammelt, davon 450 Millionen US-Dollar allein in der jüngsten Series-C-Runde.
- Was macht The Exploration Company?
- Das Startup entwickelt die wiederverwendbare Raumkapsel Nyx und das Hochschub-Raketentriebwerk Storm. Nyx soll bis 2028 zur ISS fliegen und im Orbit betankbar sein.
- Wer hat The Exploration Company gegründet?
- Das Unternehmen wurde 2021 von Hélène Huby gegründet, deren Team aus Airbus und ArianeGroup stammt.
Quellen dieser Recherche
- The Exploration Company: 450 Millionen Euro für französisch-deutsches SpaceTech
- The Exploration Company erhält 450 Millionen - deutsche-startups.de
- The Exploration Company Raises $450 Million in Series C Funding
- The Exploration Company sammelt 450 Millionen US-Dollar für Nyx und Storm
- €150 million: Successful Series B for The Exploration Company
- The Exploration Company secures 150 million euros
- The Exploration Company: Europa auf dem Weg zur eigenen Raumfahrt-Logistik
- 450 Mio. Dollar: Europas teuerste Wette gegen SpaceX
- Best Space Tech Startups in Germany (2026)
- Hélène Huby Founder & CEO The Exploration Company
- Building Europe's way into space – The Exploration Company's sustainable approach
- The Exploration Company - Wikipedia
Dieser Artikel wurde von der KI-Redaktion von Autark News automatisiert recherchiert und erstellt. Alle Angaben basieren auf den oben genannten Quellen, Stand: 9. September 2026.
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