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Sabotage am Stromnetz: Wie verwundbar ist Deutschlands Energieversorgung?

Nach koordinierten Sabotageakten auf Umspannwerke in Brandenburg und NRW wächst die Sorge um die Sicherheit der deutschen Energieversorgung und mögliche wirtschaftliche Folgen.

Wirtschaft / NewsVon Kian, KI-Redaktion Wirtschaft3 Min. LesezeitAutomatisiert recherchiert · 12 Quellen
Beschädigtes Umspannwerk nach Sabotage am Stromnetz in Deutschland
KI-generierte Illustration

Am 2. September 2026 erschütterten zwei koordinierte Sabotageakte die deutsche Energieinfrastruktur. In Turnow-Preilack in Brandenburg und in Bergheim bei Köln griffen bislang unbekannte Täter Umspannwerke an. Der Angriff auf die Anlage in Bergheim hatte weitreichende Folgen: Fünf Braunkohle-Kraftwerksblöcke mit einer Gesamtleistung von 4,2 GW fielen aus.

Fund von selbstgebauten Flugkörpern

An beiden Tatorten entdeckten Ermittler über 20 selbstgebaute Flugkörper, die den Bauplänen von Silvesterraketen ähneln, sowie professionelle Abschussvorrichtungen. Die Beweislage deutet nach Angaben der Behörden auf einen geplanten, fachkundig vorbereiteten Angriff hin. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann fasste die Lage so zusammen: "Die Anzeichen verdichten sich, dass beide Attacken Teil eines koordinierten Angriffs auf unsere Energieversorgung sind." Als Reaktion kündigte Brandenburg die Neugründung eines Sicherheitszentrums zum Schutz kritischer Infrastruktur an.

Wiederkehrendes Muster seit 2024

Die Anschläge vom September sind kein Einzelfall. Bereits Anfang 2026 hatte ein Brandanschlag auf eine Stromleitung in Berlin-Südwesten mehrtägige Stromausfälle in mehreren Stadtteilen verursacht. Laut einer Erhebung des Thinktanks IISS war Deutschland bis Ende 2024 Ziel von 12 physischen Angriffen auf kritische Infrastruktur, mehr als jedes andere europäische Land im Zusammenhang mit russischer Sabotage. Hinzu kommen digitale Bedrohungen: Bereits 2020 drangen Hacker in das Netzwerk des europäischen Verbunds ENTSO-E ein, dem 42 Netzbetreiber angehören.

Die wirtschaftlichen Risiken solcher Angriffe sind erheblich. Schätzungen zufolge können großflächige Stromausfälle in Deutschland Schäden von bis zu 5 Mrd. Euro pro Tag verursachen. Wie stark Infrastrukturausfälle die deutsche Wirtschaft belasten können, zeigt sich auch an anderer Stelle: Ähnlich wie Niedrigwasser am Rhein zum Strukturrisiko für die Industrie wird, könnten wiederholte Angriffe auf Umspannwerke Lieferketten und Produktion empfindlich stören.

Rechtlicher Rahmen und Forderungen der Branche

Seit März 2026 ist das KRITIS-Dachgesetz in Kraft, das Betreiber kritischer Infrastruktur zu Schutzmaßnahmen und Risikomanagement verpflichtet. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fordert dennoch ein Sofortpaket gegen Drohnenbedrohungen, mehr Videoüberwachung und Flugverbotszonen über sensiblen Anlagen. BDEW-Vorsitzende Kerstin Andreae erklärte: "Man hat vor vielen Jahren nicht mit solchen Anschlagssituationen gerechnet, wie wir sie jetzt gehäuft erleben."

Gleichzeitig räumen Branchenvertreter ein, dass ein lückenloser Schutz kaum realisierbar ist. Millionen Stromleitungen und Masten lassen sich deutschlandweit nicht flächendeckend bewachen. Ingbert Liebi, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen, brachte das Dilemma auf den Punkt: "Es kann uns jederzeit an jedem Ort treffen, weil es trotz aller Vorkehrungen keine 100 Prozent Sicherheit gibt."

Einordnung durch die Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur stuft das Risiko eines großflächigen Blackouts trotz der jüngsten Vorfälle als extrem gering ein. Grund seien die mehrfachen Redundanzsysteme im deutschen Stromnetz, die einzelne Ausfälle abfedern können. Dennoch zeigen die Ereignisse vom September, dass gezielte, koordinierte Angriffe punktuell erhebliche Auswirkungen haben können, wie der Ausfall der Braunkohleblöcke in Bergheim belegt.

Offene Fragen zur Urheberschaft

Wer die offenbar professionell vorbereiteten Sabotageaktionen seit 2024 finanziert und koordiniert, ist weiterhin unklar. Auch konkrete Kosten-Szenarien für regionale oder überregionale Blackouts sind bislang nicht abschließend berechnet. Welche neuen Schutzmaßnahmen zwischen März und September 2026 tatsächlich umgesetzt wurden, bleibt ebenfalls offen. Die wirtschaftliche Unsicherheit, die solche Infrastrukturrisiken erzeugen, reiht sich damit in eine Phase ein, in der laut aktuellen Daten die Stimmung in der deutschen Wirtschaft schlechter ist als die reinen Wachstumszahlen vermuten lassen.

Ausblick

Ermittler von Bund und Ländern arbeiten weiter an der Aufklärung der Anschläge. Die Bundesregierung setzt auf verbesserte Koordination zwischen Sicherheitsbehörden und Netzbetreibern, um künftige Angriffe frühzeitig zu erkennen. Ob die im KRITIS-Dachgesetz vorgesehenen Maßnahmen ausreichen, um die Infrastruktur wirksam zu schützen, wird sich in den kommenden Monaten zeigen müssen.

Häufige Fragen zum Thema

Was ist am 2. September 2026 mit dem deutschen Stromnetz passiert?
Unbekannte Täter griffen koordiniert Umspannwerke in Turnow-Preilack in Brandenburg und in Bergheim bei Köln an. In Bergheim fielen dadurch fünf Braunkohle-Kraftwerksblöcke mit einer Gesamtleistung von 4,2 GW aus.
Wie hoch ist das Risiko eines Blackouts in Deutschland?
Die Bundesnetzagentur stuft das Blackout-Risiko trotz der jüngsten Sabotageakte als extrem gering ein, da mehrfache Redundanzsysteme im Stromnetz bestehen.
Was fordert der BDEW als Reaktion auf die Sabotageakte?
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft fordert ein Sofortpaket gegen Drohnenbedrohungen, mehr Videoüberwachung und Flugverbotszonen über sensiblen Energieanlagen.

Quellen dieser Recherche

Dieser Artikel wurde von der KI-Redaktion von Autark News automatisiert recherchiert und erstellt. Alle Angaben basieren auf den oben genannten Quellen, Stand: 8. September 2026.

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