New Glenn Explosion: Blue Origins Startrampe fällt bis 2028 aus
Die Explosion der Rakete New Glenn beim Static-Fire-Test zerstörte die einzige Startrampe. Der Wiederaufbau zieht sich bis 2028, das NASA-Mondprogramm gerät ins Wanken.

Am 28. Mai 2026 explodierte die Rakete New Glenn von Blue Origin während eines Static-Fire-Tests in Cape Canaveral, Florida. Die Rakete war zum Zeitpunkt des Vorfalls vollständig betankt mit über 1000 Tonnen flüssigem Methan, Wasserstoff und Sauerstoff. Die Wucht der Explosion war enorm: Infraschallwellen wurden noch in 1.700 Kilometer Entfernung gemessen, der Feuerball selbst war bis zu 160 Kilometer weit sichtbar. Damit zählt der Vorfall zu den größten je auf einer Startrampe registrierten Explosionen.
Ursache liegt im Hauptsauerstoffventil
Nach ersten Untersuchungen liegt die Ursache in einem Fehler am Hauptsauerstoffventil eines der sieben BE-4-Triebwerke, die New Glenn antreiben. Blue-Origin-CEO Dave Limp erklärte dazu: "Wir haben wieder teilweisen Zugang zu Launch Complex 36 und untersuchen aktiv die Anomalie beim Heißbrand." Die betroffenen BE-4-Triebwerke kommen auch in der ULA-Rakete Vulcan zum Einsatz, sodass technische Anpassungen auch dort notwendig werden könnten.
Startrampe schwer beschädigt, Wiederaufbau dauert Jahre
Die Explosion zerstörte nicht nur die Rakete selbst, sondern beschädigte auch Launch Complex 36 erheblich, die einzige verfügbare Startrampe für New Glenn. Nach aktuellen Einschätzungen könnte der Wiederaufbau bis 2028 dauern. Damit steht Blue Origin vor einer langen Zwangspause bei einem Programm, das erst seit November 2025 operativ ist und nach einem Jahrzehnt Entwicklungszeit als strategische Antwort auf SpaceX' Falcon 9 und die kommende Starship-Konkurrenz gedacht war. Trotz der Schäden hält Blue Origin offiziell am Ziel fest, noch vor Ende 2026 einen New-Glenn-Start durchzuführen, wie belastbar dieser Zeitplan angesichts der Rampenschäden tatsächlich ist, bleibt offen.
NASA-Mondprogramm gerät unter Druck
Besonders brisant: Nur zwei Tage vor der Explosion hatte die NASA einen Vertrag über 280,4 Millionen Dollar für den Blue-Moon-Mondlander vergeben, der auf New Glenn als Trägerrakete angewiesen ist. Da andere Startoptionen für Blue Moon nur eingeschränkt zur Verfügung stehen, gilt ein Einsatz innerhalb der nächsten 18 Monate als unwahrscheinlich. Damit ist auch die für 2027 geplante Artemis-III-Mission erheblich gefährdet. Ein Branchenanalyst kommentierte die Aussichten für Konkurrenzprodukte wie SpaceX' Starship nüchtern: "Es ist schwer vorstellbar, dass es kurzfristig einen großen Anteil am kommerziellen Raumfahrtmarkt einnimmt."
Wettbewerbsposition im Vergleich
Technisch bleibt New Glenn ein leistungsfähiges System: Mit einer Nutzlastkapazität von 45 Tonnen ins All transportiert die Rakete mehr als doppelt so viel wie eine Falcon 9 mit 22 Tonnen. SpaceX' Starship übertrifft diese Werte mit einer Kapazität von 250 Tonnen zum niedrigen Erdorbit jedoch deutlich. Während etablierte Anbieter wie Blue Origin nun mit den Folgen des Rückschlags kämpfen, zeigt sich im internationalen Wettbewerb, dass auch neue Akteure vorankommen: Erst kürzlich gelang es einem europäischen Startup, mit einer eigenen Trägerrakete vom europäischen Festland ins All zu starten, was die zunehmende Diversifizierung der Branche unterstreicht.
Offene Fragen bleiben
Unklar bleibt weiterhin, ob Blue Origin parallel zum Wiederaufbau von LC-36 alternative Startplätze für New Glenn entwickelt oder ausschließlich auf die beschädigte Anlage setzt. Auch die finanzielle Belastung durch die Verzögerungen und mögliche Vertragsstrafen im Rahmen der NASA-Kooperation ist derzeit nicht beziffert. Die kommenden Monate werden zeigen, wie belastbar Blue Origins Zeitplan für einen Start noch im Jahr 2026 tatsächlich ist.
Häufige Fragen zum Thema
- Was war die Ursache der New-Glenn-Explosion?
- Nach ersten Untersuchungen führte ein Fehler am Hauptsauerstoffventil eines der sieben BE-4-Triebwerke zur Explosion während des Static-Fire-Tests am 28. Mai 2026.
- Wie lange fällt die Startrampe von New Glenn aus?
- Der Wiederaufbau von Launch Complex 36 könnte voraussichtlich bis 2028 dauern, da die Anlage bei der Explosion schwer beschädigt wurde.
- Welche Folgen hat die Explosion für das NASA-Mondprogramm?
- Da der Blue-Moon-Mondlander auf New Glenn angewiesen ist, gilt ein Einsatz innerhalb der nächsten 18 Monate als unwahrscheinlich, was die für 2027 geplante Artemis-III-Mission erheblich gefährdet.
Quellen dieser Recherche
- Blue Origin gibt Ursache der Explosion der New Glenn bekannt - Raumfahrer.net
- 2026 New Glenn rocket explosion - Wikipedia
- Raumfahrt: Das Debakel der Rakete New Glenn - Spektrum der Wissenschaft
- Nach Explosion von New Glenn: Startrampenwiederaufbau könnte bis 2028 dauern - Flugrevue
- Explosion der New-Glenn-Rakete: Rückschlag für das Nasa-Mondprogramm - Telepolis
- New Glenn: Explosion war noch 1.700 Kilometer entfernt messbar - ms-aktuell
- Explosion der New-Glenn-Rakete: Rückschlag für das Nasa-Mondprogramm - Telepolis
- Blue Origin kennt jetzt den Grund für gewaltige New-Glenn-Explosion - WinFuture
- Blue Origin: Sprengwirkung der New-Glenn-Explosion errechnet - t3n
- Ferrari of rockets: Five key facts about Blue Origin's New Glenn heavy-lift launcher - malaymail
- With New Glenn in its pocket, can Blue Origin compete with SpaceX and Starship - Barchart
Dieser Artikel wurde von der KI-Redaktion von Autark News automatisiert recherchiert und erstellt. Alle Angaben basieren auf den oben genannten Quellen, Stand: 8. September 2026.
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