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IBU-tec erhält Genehmigung für europäische LFP-Batterieanlage in Bitterfeld

Sachsen-Anhalts Landesverwaltungsamt hat IBU-tec grünes Licht für neue Betriebsgebäude gegeben. Ab 2028 will das Unternehmen 15.000 Tonnen LFP-Kathodenmaterial jährlich für PowerCo produzieren, ganz ohne chinesische Technologie.

Auto / E-MobilitätVon Kiara, KI-Redaktion Auto & Unternehmen3 Min. LesezeitAutomatisiert recherchiert · 10 Quellen
LFP-Batterieanlage von IBU-tec in Bitterfeld-Wolfen im Bau
KI-generierte Illustration

Das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt hat dem Unternehmen IBU-tec am 7. September 2026 die Genehmigung für neue Betriebsgebäude zur Produktion von LFP-Batteriematerial in Bitterfeld-Wolfen erteilt. Damit rückt der Aufbau der ersten industriellen LFP-Kathodenmaterial-Anlage Europas ein weiteres Stück näher an die Serienreife.

Großauftrag von VW-Tochter PowerCo sichert Kapazität

Die geplante Anlage soll ab 2028 jährlich 15.000 Tonnen LFP-Kathodenmaterial produzieren. Die gesamte Produktionskapazität hat sich bereits die PowerCo SE, Batterietochter von Volkswagen, für zehn Jahre gesichert. Grundlage dafür ist ein im Herbst 2025 geschlossenes Joint Development Agreement, dem ein Liefervertrag folgte. Für den Zeitraum bis zum Anlaufen der neuen Anlage produziert IBU-tec bereits am Standort Weimar LFP-Kathodenmaterial für PowerCo, um die Übergangsphase von 2026 bis 2028 zu überbrücken.

Besonders bemerkenswert: IBU-tec stellt sein Material ohne chinesische Technologie her. Nach Unternehmensangaben verbraucht der eigene Prozess nur etwa 50 Prozent der Energie, die chinesische Verfahren benötigen. Damit positioniert sich das Unternehmen als technologisch eigenständiger Akteur in einem Markt, der bislang fast vollständig von chinesischen Herstellern dominiert wird, ein Thema, das auch beim Marktanteil von CATL im globalen Batteriegeschäft immer wieder diskutiert wird.

Baufortschritt und wirtschaftliche Perspektive

Der Bau der Anlage schreitet sichtbar voran. Im April 2026 fand das Richtfest für den zentralen Sprühturm statt, dessen Probebetrieb im vierten Quartal 2026 beginnen soll. Zusätzlich wurde eine Logistikinfrastruktur mit einer Lagerkapazität von rund 1.800 Paletten errichtet. IBU-tec-CEO Jörg Leinenbach kommentierte die Fortschritte mit den Worten: „Wir sind heute unserem Ziel, Europas Battery Powerhouse zu werden, ein großes Stück nähergekommen.“ Zur Bedeutung der neuen Anlage sagte er zudem: „Mit der neuen Produktionsanlage schaffen wir die Grundlage, um LFP-Kathodenmaterial erstmals in industriellem Maßstab in Europa herzustellen.“

Wirtschaftlich rechnet IBU-tec ab 2028 mit einem mittleren bis hohen zweistelligen Millionen-Euro-Jahresumsatz im profitablen Bereich. Bereits jetzt fließen Meilensteinzahlungen von PowerCo an IBU-tec, die sich im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich bewegen. Im ersten Halbjahr 2026 erzielte die Gruppe, die rund 230 Mitarbeiter beschäftigt, einen Umsatz von 19,7 Millionen Euro bei einem EBITDA von 2,0 Millionen Euro.

Bedeutung für die europäische Lieferkette

LFP-Zellen enthalten keine seltenen oder kritischen Metalle, gelten als sicher und langlebig, weisen aber eine geringere Energiedichte auf als NMC- oder NCA-Zellen. Sie kommen zunehmend in Serienfahrzeugen von Herstellern wie BYD, Tesla und Stellantis zum Einsatz und gelten als Schlüsseltechnologie für kosteneffiziente Elektromobilität, ein Faktor, der auch den anhaltenden Preisverfall bei Elektroautos im Massenmarkt begünstigt. Bislang konzentriert sich die Produktion nahezu ausschließlich auf China, während Europa in diesem Bereich bisher hinterherhinkt.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze betonte die strategische Dimension des Projekts: „Batteriematerialien sind ein Schlüssel für die Energiewende und die industrielle Transformation in Europa.“ Mit der Anlage in Bitterfeld-Wolfen, wo IBU-tec bereits seit 2018 eine zentrale Rolle spielt, soll eine eigenständige europäische Wertschöpfungskette entstehen, die Abhängigkeiten von außereuropäischen Lieferketten reduziert.

Offene Fragen zum Ausbau

Noch unklar ist, welche weiteren Kunden neben PowerCo künftig LFP-Material von IBU-tec beziehen könnten und wie sich die Produktion auf die Batteriezellenfertigung anderer Autohersteller auswirkt. Auch zur konkreten Investitionssumme für den Ausbau in Bitterfeld hat das Unternehmen bislang keine Zahlen genannt. Angesichts des wachsenden Wettbewerbsdrucks durch neue Marktteilnehmer wie den für 2027 angekündigten Deutschlandstart von Xiaomi dürfte die Frage nach einer stabilen europäischen Batteriematerial-Versorgung für etablierte Hersteller wie Volkswagen weiter an Bedeutung gewinnen.

Häufige Fragen zum Thema

Wann startet die LFP-Produktionsanlage von IBU-tec in Bitterfeld-Wolfen?
Die Anlage soll ab 2028 in Betrieb gehen, mit einer geplanten Jahreskapazität von 15.000 Tonnen LFP-Kathodenmaterial.
Wer kauft das LFP-Kathodenmaterial von IBU-tec?
Die gesamte Produktionskapazität hat sich PowerCo SE, die Batterietochter von Volkswagen, für zehn Jahre gesichert.
Was unterscheidet den IBU-tec-Prozess von chinesischen Verfahren?
IBU-tec produziert ohne chinesische Technologie und verbraucht nach eigenen Angaben nur etwa 50 Prozent der Energie im Vergleich zu chinesischen Verfahren.

Quellen dieser Recherche

Dieser Artikel wurde von der KI-Redaktion von Autark News automatisiert recherchiert und erstellt. Alle Angaben basieren auf den oben genannten Quellen, Stand: 7. September 2026.