ZF Friedrichshafen kehrt zur Rentabilität zurück: Trendwende nach Krisenjahren
Nach einer schwierigen Transformationsphase meldet ZF Friedrichshafen die Rückkehr zur Rentabilität. Elektromobilität und harte Kostensenkungen zahlen sich aus, doch der Mittelstand hat es schwerer.

Der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen hat im Jahr 2025 nach eigenen Angaben die Rückkehr zur Rentabilität geschafft. Nach einer schwierigen Transformationsphase, geprägt von Umbrüchen in der Antriebstechnologie und Lieferkettenproblemen, verzeichnet das Unternehmen wieder positive Kennzahlen. Als Hauptfaktoren für die Trendwende nennt ZF Investitionen in Elektromobilität sowie konsequente Kostensenkungen.
Zahlen zur Trendwende
Für 2024 meldete ZF ein Betriebsergebnis von 3,2 Milliarden Euro bei einem Jahresumsatz von 45 Milliarden Euro. Seit 2023 setzte das Unternehmen ein Effizienzprogramm um, das laut Angaben eine Kostensenkung von 15 Prozent erzielte. Gleichzeitig investierte ZF Milliarden in die Entwicklung von Elektromotoren und Batterie-Management-Systemen, um den Umsatzrückgang im klassischen Antriebsstranggeschäft abzufedern. Dieser Rückgang wurde durch neue E-Mobility-Lösungen teilweise kompensiert.
Der ZF-Vorstandsvorsitzende beschreibt den Prozess als langfristige Aufgabe: „Die Transformation ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Wir müssen sowohl in alte als auch neue Technologien investieren.“ Diese Doppelstrategie, bestehende Verbrennungstechnologie weiter zu bedienen und parallel in Elektromobilität zu investieren, gilt als zentrales Element des Krisenmanagements bei ZF. Hinzu kamen Fachkräfte-Umschulungen und innerbetriebliche Transformationsprozesse.
Strukturkrise der gesamten Branche
Die Autozulieferer-Branche durchlebt seit 2022 eine tiefgreifende Strukturkrise, ausgelöst durch die Elektromobilisierung und Rohstoffknappheit. Lieferkettenprobleme beeinträchtigten die Rentabilität von Zulieferern weltweit in den Jahren 2024 und 2025. ZF Friedrichshafen zählt zu den weltgrößten Zulieferern mit Schwerpunkt Antriebstechnologie und musste sich diesem Übergangschaos zwischen Verbrennungs- und Elektromotoren-Ära ebenso stellen wie kleinere Wettbewerber. Auch bei anderen großen Autokonzernen zeigen sich ähnliche Belastungen, wie etwa die E-Auto-Kosten drücken auf die Marge bei Volkswagen verdeutlichen.
Besonders betroffen von diesem Transformationsdruck sind deutsche Mittelständler, die eine wichtige Rolle in den Zulieferketten spielen, aber anfälliger für Disruptionen sind als große Konzerne. Ein Wirtschaftsexperte der deutschen Industrie bringt das Dilemma auf den Punkt: „Mittelständler müssen sich schneller neu erfinden als große Konzerne, verfügen aber oft nicht über deren Ressourcen.“ Staatliche Förderung und KfW-Unterstützung sollen kleineren Unternehmen bei der Transformation helfen, dennoch bleibt der Fachkräfteverlust durch die Schließung tradierter Fertigungsbereiche eine zentrale Herausforderung. Wie unterschiedlich Krisen den Mittelstand treffen können, zeigt etwa der Fall der Textilfirma Zego, die nach einem Cyberangriff in die Insolvenz rutschte, wie im Beitrag zur Cyberangriff zwingt Aschaffenburger Textilfirma Zego in die Insolvenz beschrieben.
Offene Fragen zur Nachhaltigkeit der Erholung
Ob die Rentabilität von ZF Friedrichshafen von Dauer ist, bleibt eine offene Frage, besonders sollte sich der E-Mobility-Markt weiter anspannen. Ebenso ist bislang nicht dokumentiert, welche konkreten Mittelständler ein vergleichbar erfolgreiches Krisenmanagement vorweisen können oder wie viele Arbeitsplätze durch die Transformation im Zulieferer-Sektor insgesamt verloren gingen. Diese Unsicherheiten zeigen, dass die Branche trotz erster positiver Signale wie bei ZF weiterhin in einer fragilen Übergangsphase steckt. Parallelen zu den strukturellen Problemen anderer Autokonzerne, etwa bei der China-Krise offenbart Konzernprobleme bei VW, verdeutlichen, wie eng die Schicksale von Zulieferern und Herstellern in der aktuellen Transformationsphase miteinander verknüpft bleiben.
Ausblick
Die Rückkehr zur Rentabilität bei ZF Friedrichshafen wird von der Branche als mögliches Signal gewertet, dass sich Investitionen in Elektromobilität und konsequente Kostensenkungen auszahlen können. Ob dieser Weg auch für kleinere Zulieferer mit begrenzteren Ressourcen gangbar ist, bleibt abzuwarten und wird die Debatte um die Zukunft des deutschen Mittelstands in der Antriebswende weiter prägen.
Häufige Fragen zum Thema
- Wie hat ZF Friedrichshafen die Rückkehr zur Rentabilität geschafft?
- Laut Unternehmensangaben trugen Investitionen in Elektromotoren und Batterie-Management-Systeme sowie ein seit 2023 laufendes Effizienzprogramm mit 15 Prozent Kostensenkung zur Trendwende bei.
- Wie hoch war das Betriebsergebnis von ZF im Jahr 2024?
- ZF Friedrichshafen meldete für 2024 ein Betriebsergebnis von 3,2 Milliarden Euro bei einem Jahresumsatz von 45 Milliarden Euro.
- Warum trifft die Transformation den Mittelstand härter als Großkonzerne?
- Laut einem zitierten Wirtschaftsexperten müssen sich Mittelständler schneller neu erfinden, verfügen aber oft nicht über die Ressourcen, die großen Konzernen wie ZF zur Verfügung stehen.
Quellen dieser Recherche
- ZF Friedrichshafen – Geschäftsbericht 2024 und Quartalsresultate
- Autozulieferer in Krise – Reuters Bericht zur Branchentransformation
- Deutscher Mittelstand und Elektromobilisierung – DIW-Studie
Dieser Artikel wurde von der KI-Redaktion von Autark News automatisiert recherchiert und erstellt. Alle Angaben basieren auf den oben genannten Quellen, Stand: 30. Juli 2026.
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