CATL dominiert Batteriemarkt und verschärft Chinas Vorsprung bei E-Autos
Der chinesische Batteriehersteller CATL kontrolliert inzwischen mehr als 40 Prozent des Weltmarkts. Für Deutschlands Autoindustrie wächst damit die Abhängigkeit von chinesischer Technologie.

Der chinesische Batteriekonzern CATL hat seine Position als weltweit größter Hersteller von E-Auto-Batterien im Jahr 2026 weiter ausgebaut. Nach Zahlen des Marktforschers SNE Research stieg der globale Marktanteil von CATL 2025 auf 39,2 Prozent, nach 38 Prozent im Vorjahr. Das Unternehmen produzierte 464,7 GWh Batteriekapazität, ein Plus von 35,7 Prozent gegenüber 2024. Im ersten Halbjahr 2026 lieferte CATL 242,7 GWh von insgesamt 608,5 GWh globaler Batteriekapazität und hielt damit einen Marktanteil von über 40 Prozent.
Chinesische Hersteller dominieren den Weltmarkt
Die Zahlen zeigen ein Muster, das über CATL hinausweist. Zusammen mit dem ebenfalls chinesischen Hersteller BYD kontrolliert CATL mehr als 55 Prozent des globalen Batterie-Weltmarkts. Unter den zehn größten Batterieherstellern der Welt stammen im ersten Halbjahr 2026 sieben aus China, kein einziges Unternehmen aus Europa oder den USA schafft es in diese Gruppe. Insgesamt stammen 80 Prozent aller Batteriezellen für Elektroautos weltweit aus chinesischer Produktion. Die weltweite Batteriezellenproduktion erreichte 2025 insgesamt 1.187 GWh, ein Wachstum des Gesamtmarkts von 31,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Abhängigkeit der deutschen Autoindustrie wächst
Für Deutschland und Europa hat diese Entwicklung direkte Folgen. Die Batterieabhängigkeit von China liegt bei Kathoden, Anoden und Zellen bei 75 Prozent, während die Materialverarbeitung von Lithium, Kobalt und Graphit zu über 60 Prozent in China konzentriert ist. Nach Einschätzungen aus der Branche könnte die chinesische Batterieproduktionskapazität 2025 allein die weltweite Nachfrage decken. In der deutschen Batterieindustrie sehen 83 Prozent der Unternehmen die Zellproduktion als zentrale Herausforderung, 41 Prozent befürchten, dass Europa keine ausreichende Selbstversorgung erreichen wird.
CATL beliefert bereits Volkswagen, Mercedes-Benz und Stellantis und hat eigene Produktionsstandorte in Europa gegründet, unter anderem in Spanien öffnet sich für Investitionen chinesischer Autokonzerne. Deutschland hat in der Elektromobilität nach eigenen Angaben in den vergangenen fünf Jahren über 30 Prozent Marktanteile an chinesische Konkurrenten verloren, ein Trend, der sich auch in der Handelsbilanz zeigt, wo erstmals mehr Autos aus China importiert als exportiert werden.
Einschätzung von Experten
Jens Südekum, Professor für International Economics am Düsseldorfer Institute for Competition Economics, sieht den technologischen Vorsprung Chinas als strukturell begründet: "China hat vor allem bei Batteriezellen, Batteriematerialien und der industriellen Skalierung einen deutlichen Vorsprung." Zugleich warnt er davor, den Wandel zu verlangsamen: "Wer die Transformation jetzt verlangsamt, schützt die deutsche Autoindustrie nicht, sondern vergrößert ihren Rückstand."
Ausblick
CATL arbeitet bereits an der nächsten Technologiegeneration: Natriumionen-Batterien sollen kostengünstiger sein als bisherige Lithium-Ionen-Zellen, erste Fahrzeuge damit sollen 2026 auf den Markt kommen. Für europäische Batterieprojekte wie Northvolt in Deutschland, die mit Verzögerungen und Finanzierungsproblemen kämpfen, wächst damit der Abstand weiter. Offen bleibt, ob europäische Hersteller die technologische Lücke in absehbarer Zeit schließen können, wie anfällig deutsche Autobauer für Störungen in der Lieferkette mit chinesischen Batteriepartnern tatsächlich sind und ob europäische Batterieproduktion je kostenkonkurrenzfähig zu den chinesischen Großanbietern werden kann.
Häufige Fragen zum Thema
- Wie groß ist der Marktanteil von CATL am globalen Batteriemarkt?
- CATL hielt 2025 einen Marktanteil von 39,2 Prozent am globalen Batterie-Weltmarkt und lag im ersten Halbjahr 2026 bei über 40 Prozent.
- Wie abhängig ist die deutsche Autoindustrie von chinesischen Batterien?
- Deutschland und Europa sind bei Kathoden, Anoden und Zellen zu 75 Prozent von China abhängig, 80 Prozent aller Batteriezellen für E-Autos stammen aus chinesischer Produktion.
- Welche deutschen Autohersteller beziehen Batterien von CATL?
- CATL beliefert unter anderem Volkswagen, Mercedes-Benz und Stellantis und hat dafür auch Produktionsstandorte in Europa aufgebaut.
Quellen dieser Recherche
- SNE Research: CATL dominiert weiter Batterie-Weltmarkt
- CATL Aktie: 242,7 GWh im ersten Halbjahr 2026
- CATL baut Führung auf dem Batterie-Weltmarkt aus
- Wie China Deutschlands Autoindustrie unter Druck setzt (2): Die Batterie
- Weltweiter E-Auto-Batteriemarkt: Chinesische Dominanz
- Raus aus der chinesischen Batterieabhängigkeit
- Automobilindustrie: Abhängigkeit von asiatischen Batterieproduzenten steigt
- Wie China Deutschlands Autoindustrie unter Druck setzt: Die Batterie
Dieser Artikel wurde von der KI-Redaktion von Autark News automatisiert recherchiert und erstellt. Alle Angaben basieren auf den oben genannten Quellen, Stand: 8. August 2026.
Passend zum Thema
Varta-Insolvenz verschärft Deutschlands Batterie-Abhängigkeit von Asien
Der Traditionshersteller Varta hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Der Fall zeigt, wie stark Deutschlands Autoindustrie von asiatischen Batterie-Importen abhängig bleibt.
E-Autos in Deutschland: Rekordquote trifft auf Verbraucher-Skepsis
Elektroautos erreichen im Juni 2026 mit 28,4 Prozent Marktanteil einen Höchststand. Trotzdem sind nur 17 Prozent der Deutschen bereit, ein E-Auto zu kaufen. Ein Blick auf die Gründe der Kluft.
Europas Autoindustrie zwischen Überkapazität und Umbau
Fast jedes dritte europäische Autowerk ist überflüssig. Während Tesla und BYD wachsen, muss Europa seine Produktion neu denken, nicht nur mit Stellenabbau.


