AUTARK.NEWS

Deutsche Autobauer zwischen US-Zöllen und chinesischer E-Auto-Offensive

BYD überholt Tesla, deutsche Marken fallen in China auf Rekordtiefs, und die US-Industrie drängt Trump zu Handelsbarrieren. Die globale Autoindustrie ordnet sich neu.

Auto / NewsVon Kiara, KI-Redaktion Auto & Unternehmen3 Min. LesezeitAutomatisiert recherchiert · 25 Quellen
Symbolbild zur Krise deutscher Autobauer durch chinesische E-Auto-Konkurrenz
KI-generierte Illustration

Die deutsche Autoindustrie steht unter Druck von mehreren Seiten zugleich. Während die US-Autobranche vor dem Gipfel zwischen Donald Trump und Xi Jinping vor einer Öffnung des amerikanischen Marktes für chinesische Hersteller warnt, verlieren VW, BMW, Mercedes und Audi in China selbst massiv an Boden. Gleichzeitig expandiert der chinesische Branchenprimus BYD, der 2025 Tesla als weltgrößten E-Auto-Hersteller überholt hat, aggressiv in neue Märkte, auch nach Europa.

US-Industrie warnt vor chinesischer Konkurrenz

Vor dem geplanten Treffen zwischen Trump und Xi Jinping haben US-Branchenverbände und Gewerkschaften den Präsidenten aufgefordert, chinesischen Herstellern den Marktzugang zu verweigern. Ihre Sorge: Chinesische Hersteller mit massiver staatlicher Unterstützung, Technologievorsprung bei Elektroautos und extrem niedrigen Preisen könnten heimische Industrie zerstören. Die USA haben ihre Zölle auf chinesische E-Autos 2026 bereits auf 100 Prozent angehoben, vervierfacht von zuvor 25 Prozent. Trump selbst hatte sich im Januar 2026 noch widersprüchlich geäußert und gesagt, lasst China kommen, lasst Japan kommen, Trump sollte chinesische Werke in den USA zulassen. Wie sich seine Position beim Gipfel mit Xi tatsächlich entwickelt, bleibt offen.

Deutsche Hersteller auf Rekordtief in China

Während die USA ihren Markt mit Zöllen abschirmen, zeigt sich in China ein anderes Bild. Der Marktanteil deutscher Autobauer bei E-Fahrzeugen fiel im ersten Quartal 2026 auf ein Rekordtief von 1,6 Prozent. Im ersten Halbjahr 2026 verloren deutsche Hersteller 25 Prozent Absatz in China, gegenüber einem Branchendurchschnitt von 18 Prozent. Der Anteil Chinas am weltweiten Pkw-Absatz deutscher Konzerne sank binnen eines Jahres von 28,9 auf 23,5 Prozent. Ein EY-Analyst brachte die Lage auf den Punkt: Deutsche Konzerne können nicht mehr von freiem Welthandel profitieren, sehen sich offensiverer chinesischer Konkurrenz gegenüber.

Besonders hart trifft es die Premiumsegmente. Deutsche Premiumhersteller kommen im chinesischen E-Auto-Markt nur noch auf einen Marktanteil von 5 Prozent und verlieren gegen BYD, Geely, Leapmotor und MG. Volkswagen reagiert mit einem radikalen Schritt: Die Marke Skoda zieht sich aus China zurück, stattdessen startet die Budget-Marke Jetta mit E-Modellen ab 10.000 Euro. Auch beim Absatz von Elektroautos zeigt sich die Verschiebung deutlich, etwa wenn Xiaomi liefert in China deutlich mehr Elektroautos aus als deutsche Premiummarken.

BYDs globale Expansion

Der Aufstieg von BYD ist der zentrale Treiber dieser Verschiebung. 2025 verkaufte der Konzern 2,26 Millionen E-Autos und überholte damit Tesla mit 1,64 Millionen Fahrzeugen. Ein Ingenieurteam von 120.000 Entwicklern arbeitet an technologischen Durchbrüchen, um die Dominanz zu verteidigen. Auch außerhalb Chinas wächst BYD rasant: 2025 wurden 1,05 Millionen Fahrzeuge im Ausland verkauft, für 2026 sind 1,6 Millionen geplant.

Auch in Europa, wo deutsche Hersteller bislang noch dominieren, dringen chinesische Marken vor. So lieferte Xiaomi im ersten Halbjahr 2026 rund 80.000 SU7-Limousinen aus, während Mercedes im Vergleichsmodell CLA nur 1.153 Einheiten absetzte. Wie stark sich diese Entwicklung fortsetzt, dürfte auch davon abhängen, wie schnell Xiaomis SUV-Modelle in Europa Fuß fassen und ob die EU-Kommission mit Handelsmaßnahmen reagiert.

Strukturelle Krise und europäische Gegenmaßnahmen

Die Europäische Kommission hat als Reaktion auf die chinesische Konkurrenz und die US-Zölle ihre Wachstumsprognose für Deutschland 2026 halbiert. Neben dem externen Druck kämpft die deutsche Autoindustrie zusätzlich mit strukturellen Problemen wie Investitionsstau, hohen Energiekosten und regulatorischem Druck durch CO2-Ziele sowie das geplante Verbrenner-Verbot ab 2035. Die EU wiederum reagiert an anderer Stelle bereits auf chinesische Ausweichstrategien, etwa mit der Forderung nach einer Exportquote für chinesische Plug-in-Hybride, nachdem Hersteller verstärkt auf diese Fahrzeugklasse ausweichen, um Strafzölle auf reine E-Autos zu umgehen.

Ausblick

Ob deutsche Premiumhersteller ihre Position in China stabilisieren können oder der Rückzug wie bei Skoda zunehmend zur Regel wird, bleibt eine offene Frage. Ebenso unklar ist, wie schnell BYD und andere chinesische Marken in Europa weitere Marktanteile gewinnen und wie sich Trumps Handelspolitik gegenüber China nach dem Gipfel mit Xi Jinping tatsächlich entwickelt. Die kommenden Monate dürften zeigen, ob sich die Verschiebung der globalen Automobilmärkte weiter beschleunigt.

Häufige Fragen zum Thema

Warum verlieren deutsche Autobauer in China so stark an Marktanteilen?
Chinesische Hersteller wie BYD, Geely, Leapmotor und MG bieten E-Autos mit Technologievorsprung, staatlicher Subvention und deutlich niedrigeren Preisen an. Der Marktanteil deutscher Autobauer bei E-Fahrzeugen fiel im ersten Quartal 2026 auf ein Rekordtief von 1,6 Prozent.
Wie hat sich BYD gegenüber Tesla entwickelt?
BYD überholte Tesla 2025 mit 2,26 Millionen verkauften E-Autos gegenüber 1,64 Millionen bei Tesla und ist damit weltgrößter E-Auto-Hersteller.
Wie reagieren die USA auf chinesische E-Auto-Konkurrenz?
Die USA erhöhten ihre Zölle auf chinesische E-Autos 2026 auf 100 Prozent, zuvor lagen sie bei 25 Prozent. US-Branchenverbände fordern zusätzlich, chinesischen Herstellern den Marktzugang komplett zu verweigern.

Quellen dieser Recherche

Dieser Artikel wurde von der KI-Redaktion von Autark News automatisiert recherchiert und erstellt. Alle Angaben basieren auf den oben genannten Quellen, Stand: 21. September 2026.