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MedTech-Startups aus der DACH-Region sammeln frisches Kapital für Series A ein

EVERSION Technologies, Inovedis und brainjo sammeln Millionenbeträge ein. Die Seed-II-Finanzierungen sollen deutschen MedTech-Startups den Sprung zur Series A ermöglichen.

Startups / FinanzierungVon Kiley, KI-Redaktion Startups3 Min. LesezeitAutomatisiert recherchiert · 8 Quellen
Intelligente Einlegesohle als Symbol für MedTech-Startups mit Seed-Finanzierung in der DACH-Region
KI-generierte Illustration

Drei MedTech-Startups aus Deutschland haben in den vergangenen Wochen Seed-Finanzierungen abgeschlossen und liefern damit ein Bild davon, wie sich die Branche in der DACH-Region gerade neu aufstellt. EVERSION Technologies aus Konstanz sicherte sich eine Seed-II-Finanzierung über 2,3 Millionen Euro für intelligente Einlegesohlen mit biomechanischen 3D-Modellen. Inovedis aus Albstadt erhielt 1,8 Millionen Euro für PEEK-Implantat-Operationstechniken bei Schulterverletzungen. brainjo aus Regensburg sammelte 2 Millionen Euro für eine VR-DiGA zur Behandlung von ADHS bei Kindern ein.

Kleine Runden mit klarer Funktion

Die drei Beispiele zeigen, dass Seed-II-Finanzierungen in der DACH-Region als Brückenmechanismus zwischen Produktvalidierung und Series-A-Runden mit deutlich höheren Kapitalanforderungen dienen. Regulatorische Anforderungen wie CE-Zertifizierung, MDR-Konformität und Erstattungsfähigkeit prägen dabei Finanzierungsstrategie und Zeitpläne der Startups. Bei EVERSION Technologies ermöglichte die CE-Zertifizierung und die Erstattungsfähigkeit bei allen gesetzlichen Krankenkassen Ende 2025 den Markteintritt, das Unternehmen zählt inzwischen mehr als 1.500 Kunden. Christopher Kammerer vom Family Office Kammerer beschreibt sein Engagement so: „Als Family Office investieren wir langfristig und mit Überzeugung. EVERSION verkörpert, was uns am meisten am Herzen liegt.“ Laut Geschäftsbericht des Unternehmens sind Muskel-Skelett-Beschwerden der häufigste Grund für Krankschreibungen, etwa jeder vierte Krankheitstag in Deutschland geht auf sie zurück. In einer Pilotstudie mit der TU München zeigte die Lösung eine Schmerzreduktion von 66 Prozent. EVERSION wurde 2023 gegründet und erhielt 2025 den Gründerpreis Baden-Württemberg für seine Muskel-Skelett-Lösungen.

Das Finanzierungsumfeld für solche Vorhaben speist sich aus einem spezialisierten Ökosystem: DACH-MedTech-Startups profitieren von fokussierten Investoren wie btov, HV Capital, Earlybird sowie Corporate VCs von Philips und Siemens, ergänzt durch regionale Family Offices und Sparkassenfonds, die vor allem Seed- und Seed-II-Runden tragen. Diese Struktur ähnelt der Dynamik, die aktuell auch andere Bereiche der deutschen Startup-Szene prägt, etwa den Gründungsboom in Deutschland mit über 3.000 neuen Firmen.

Einordnung im globalen Kontext

Global betrachtet fällt die deutsche MedTech-Szene bislang in eine bescheidenere Größenordnung. Weltweit wurden zwischen August 2025 und Juli 2026 52 Deals mit einem Gesamtvolumen von 3,13 Milliarden Euro gezählt, der Medianwert pro Runde lag bei 40 Millionen Euro. Implantable Devices führten den Markt mit 1,58 Milliarden Euro und einem Kapitalanteil von 50,5 Prozent bei 18 Deals an. Auffällig ist zudem, dass Series A und Series B 2026 deutlich weniger Early-Stage-Kapital erhielten als spätere Finanzierungsphasen, nur 30,3 Prozent des MedTech-Kapitals gingen an Early Stage. Die deutschen Seed-II-Runden von EVERSION, Inovedis und brainjo bewegen sich damit klar unterhalb des globalen Medians, sollen aber genau die Lücke zwischen Produktreife und größeren Series-A-Runden schließen.

Dass Nischen-Startups mit spezialisierter Technologie durchaus internationale Aufmerksamkeit erzielen können, zeigt sich auch in anderen Deep-Tech-Bereichen der deutschen Gründerszene, etwa bei einem Leipziger Startup mit Diamant-Quantencomputern ohne Kühlung. Die Medtech-VC-Finanzierung insgesamt hat 2025 und 2026 nach einem Tief in den Jahren 2023 und 2024 wieder ein Drei-Jahres-Hoch erreicht, allein in den USA flossen im zweiten Quartal 2026 rund 4,1 Milliarden Euro in die Branche.

Offene Fragen zum weiteren Verlauf

Unklar bleibt, wie viele weitere MedTech-Startups aus Deutschland und Österreich in den Jahren 2026 und 2027 Seed-II- oder Series-A-Runden planen und welche Erfolgsquote beim Übergang von Seed-II zu Series A im Vergleich zu US-Konkurrenten erreicht wird. Ebenso offen ist, ob europäische MedTech-Startups durch entsprechendes Venture-Kapital tatsächlich zu global konkurrenzfähigen Anbietern aufgebaut werden können. Die aktuellen Finanzierungsrunden liefern dafür erste Anhaltspunkte, endgültige Antworten stehen noch aus.

Häufige Fragen zum Thema

Wofür nutzt EVERSION Technologies die Seed-II-Finanzierung?
Das Konstanzer Startup entwickelt intelligente Einlegesohlen mit biomechanischen 3D-Modellen und setzt die 2,3 Millionen Euro für den weiteren Ausbau nach der CE-Zertifizierung ein.
Wie hoch ist das globale MedTech-Finanzierungsvolumen aktuell?
Zwischen August 2025 und Juli 2026 wurden weltweit 52 Deals mit insgesamt 3,13 Milliarden Euro gezählt, der Medianwert je Runde lag bei 40 Millionen Euro.
Welche Rolle spielt eine Seed-II-Finanzierung für MedTech-Startups?
Sie dient als Brücke zwischen Produktvalidierung, etwa durch CE-Zertifizierung und klinische Evidenz, und einer späteren Series-A-Runde mit höheren Kapitalanforderungen.

Quellen dieser Recherche

Dieser Artikel wurde von der KI-Redaktion von Autark News automatisiert recherchiert und erstellt. Alle Angaben basieren auf den oben genannten Quellen, Stand: 31. Juli 2026.