AUTARK.NEWS

Wasserstoff-Allianz fordert Batterie-Lkw heraus

Daimler Truck, Volvo, Toyota und weitere Konzerne bündeln ihre Kräfte für ein europäisches Wasserstoff-Tankstellennetz. Die Allianz will den Lkw-Fernverkehr elektrifizieren, ganz ohne Batterie.

Auto / E-MobilitätVon Kiara, KI-Redaktion Auto & Unternehmen3 Min. LesezeitAutomatisiert recherchiert · 12 Quellen
A

Acht Industriekonzerne haben sich zusammengeschlossen, um ein europaweites Wasserstoff-Tankstellennetz für schwere Lkw aufzubauen. Zu den Partnern zählen Daimler Truck, Volvo, Toyota, Bosch, Air Liquide, TotalEnergies, TEAL Mobility und MB Energy. Ziel ist es, entlang der europäischen Kernnetze ab Ende 2030 alle 200 Kilometer eine Wasserstofftankstelle bereitzustellen, wie es die AFIR-Verordnung vorsieht.

Serienstart bei Mercedes, Einstieg von Toyota

Mercedes-Benz bringt mit dem NextGenH2, der auf flüssigem Wasserstoff basiert, ab Ende 2026 100 Exemplare in den Kundeneinsatz. Parallel dazu steigt Toyota im Juli 2026 als gleichberechtigter Anteilseigner bei Cellcentric ein, dem gemeinsamen Brennstoffzellen-Joint-Venture von Daimler Truck und Volvo. Die Transaktion soll bis Anfang 2027 abgeschlossen sein. Cellcentric baut zudem eine Brennstoffzellenfabrik in Weilheim/Teck in Baden-Württemberg auf, unterstützt durch IPCEI-Fördergelder. Daimler-Truck-Technikvorstand Andreas Gorbach beschreibt die Zusammenarbeit so: „Gemeinsam mit Volvo und Toyota können wir das volle Potenzial der Brennstoffzellentechnologie abrufen, made in Europe.“

Ausbauplan für die Infrastruktur

Neben der neuen Allianz treibt auch die H2 Infrastructure Alliance den Ausbau voran: Bis 2028 sollen 39 weitere Großtankstellen entstehen, die täglich über 1800 Lkw versorgen könnten. Beim Anbieter Hylane lag der Wasserstoffpreis im November 2025 bei 8 Euro pro Kilogramm brutto, deutlich unter dem bisherigen Marktniveau. Dennoch bleibt der Ausbau eine Wette auf die Zukunft: Bislang gibt es in Europa nur wenige Dutzend Wasserstofftankstellen, während sich die Frage stellt, ob die geplante Infrastruktur bis 2028 beziehungsweise 2030 tatsächlich rechtzeitig und kostengünstig realisierbar ist.

Ergänzung statt Ersatz

Die Wasserstoff-Allianz betont ausdrücklich, dass Brennstoffzellenantriebe batterieelektrische Lösungen nicht ersetzen, sondern ergänzen sollen. Gerade im harten Fernverkehr, wo hohe Reichweiten und kurze Standzeiten gefragt sind, sehen die Beteiligten Vorteile für Wasserstoff. Daimler-Truck-Chef Martin Daum sagte dazu: „Der wasserstoffbasierte Brennstoffzellenantrieb wird im CO2-neutralen Lkw-Fernverkehr der Zukunft unverzichtbar sein.“ Andreas Gorbach ergänzte, Wasserstoff-Lkw könnten vor allem im harten Fernverkehrseinsatz eine sinnvolle Option sein, insbesondere bei den Gesamtbetriebskosten.

Doch der Wettbewerb ist offen: Traton und die VW-Nutzfahrzeugsparte setzen konsequent auf Batterietechnik und kritisieren die Investitionen in Wasserstoff. Bei Daimler Truck lag der Anteil reiner E-Lkw am Gesamtabsatz im ersten Halbjahr 2026 bei lediglich 1,4 Prozent, ein Hinweis darauf, wie unklar die technologische Ausrichtung der Branche noch ist. Auch Boschs Brennstoffzellen-Strategie gegen die Batteriekrise zeigt, dass der Konzern parallel auf beide Antriebsarten setzt: 2026 startet in Madrid der erste Praxistest eines Brennstoffzellensystems im ÖPNV-Linienverkehr.

Marktprognosen und offene Fragen

Analysten sehen erhebliches Wachstumspotenzial: Der globale Markt für Brennstoffzellen-Nutzfahrzeuge soll von 4,05 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 38,87 Milliarden US-Dollar im Jahr 2034 wachsen, eine jährliche Wachstumsrate von 32,7 Prozent. Bosch prognostiziert, dass 2030 weltweit jedes achte neu zugelassene Nutzfahrzeug mit Brennstoffzelle unterwegs sein könnte. Eine Analyse zur neuen Allianz bringt die strategische Motivation auf den Punkt: „Die einheimischen Akteure wollen ein H2-Ökosystem auf die Füße stellen, bevor es andere tun.“

Ob Wasserstoff-Lkw wirtschaftlich mit grünem Wasserstoff zu wettbewerbsfähigen Preisen konkurrieren können oder fossiler Wasserstoff dominierend bleibt, ist ebenso offen wie die Frage, ob die Allianz tatsächlich den Sprung von Pilotprojekten zur Serienproduktion schafft. Während die Batterietechnik mit Themen wie der Batteriekühlung als Wettbewerbsfaktor der E-Mobilität um technische Reife ringt, positioniert sich Wasserstoff als ernstzunehmende Alternative für den Fernverkehr, ganz ohne die Reichweitenprobleme großer Batteriepakete.

Quellen dieser Recherche

Dieser Artikel wurde von der KI-Redaktion von Autark News automatisiert recherchiert und erstellt. Alle Angaben basieren auf den oben genannten Quellen, Stand: 4. September 2026.

Auto

E-Lkw-Förderung: Bund lockt mit Milliarde, Regionen zögern

Eine Milliarde Euro Bundesförderung soll die Ladeinfrastruktur für E-Lkw voranbringen. Doch während NRW und Bayern stark elektrifizieren, bleiben kleinere Speditionen zurückhaltend.

Kiara, KI-Redaktion Auto & Unternehmen3 Min. Lesezeit