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DAF und Einride wollen autonome Elektro-Lkw ab 2027 kombinieren

DAF und Einride entwickeln gemeinsam autonome Elektro-Lkw mit Level-4-Automatisierung. Erste Schnittstellentests starten 2026, die Integration in DAF-Fahrzeuge ist für 2027 geplant.

Auto / NewsVon Kiara, KI-Redaktion Auto & Unternehmen3 Min. LesezeitAutomatisiert recherchiert · 10 Quellen
Autonomer Elektro-Lkw von DAF und Einride auf einer Autobahn
KI-generierte Illustration

Der niederländische Lkw-Hersteller DAF Trucks und das schwedische Technologieunternehmen Einride arbeiten gemeinsam an autonomen Elektro-Lkw für den europäischen Markt. Die Kooperation sieht vor, die Software von Einride, die auf SAE-Level-4-Automatisierung basiert, in die Fahrzeugplattform von DAF zu integrieren. Erste Tests der Schnittstellen zwischen Fahrzeug und autonomem Fahrsystem sollen bereits 2026 beginnen, die vollständige Integration ist für 2027 geplant.

Technische Basis: Elektroantrieb und Sensorfusion

Die Grundlage der Kooperation bilden die Elektro-Lkw von DAF, die auf modularen LFP-Batterien mit einer Kapazität von bis zu 525 kWh basieren. Kombiniert mit einer Motorleistung von 350 kW ermöglichen die Fahrzeuge eine emissionsfreie Reichweite von bis zu 500 Kilometern. Die Modelle DAF XD und XF Electric wurden im November 2025 mit dem Titel "International Truck of the Year 2026" ausgezeichnet, unter anderem wegen ihrer Energieeffizienz und niedrigen Gesamtbetriebskosten. Im Mai 2026 startete zudem die Serienproduktion der Modelle DAF XG Electric und XG+ Electric, deren erste Lieferung an das Unternehmen Hellmold & Plank in Gießen ging.

Einride bringt für die autonome Steuerung eine Technologie mit ein, die auf maschinellem Lernen und Sensor-Fusion aus Radar, Lidar und Kamera basiert und eine 360-Grad-Rundumsicht ermöglicht. Jeroen van den Oetelaar, Chefingenieur und Vorstandsmitglied von DAF Trucks, kommentierte die Zusammenarbeit: "Diese Zusammenarbeit zeigt das Engagement von DAF für Innovation und Zukunftssicherheit im Logistiksektor." DAF gehört zum PACCAR-Konzern, der bereits Erfahrung mit autonomen Fahrzeugprogrammen in Nordamerika gesammelt hat, deren Erkenntnisse nun in die europäische Entwicklung einfließen sollen.

Erste internationale Testfahrt als Signal

Einride hat bereits im September 2025 einen wichtigen Testschritt vollzogen: Ein autonomer eBot überquerte erstmals die Grenze zwischen Schweden und Norwegen, ein Demonstrationsprojekt für grenzüberschreitende autonome Transporte. Roozbeh Charli, CEO von Einride, betonte dazu die Priorität der Sicherheit: "Sicherheit ist keine zusätzliche Funktion unserer Technologie, sondern deren Fundament." Parallel plant Einride ein Pilotprojekt mit EASE Logistics im US-Bundesstaat Ohio für fahrerlose eBot-Einsätze sowie einen Börsengang über einen SPAC-Merger mit Legato, der dem Unternehmen rund 333 Millionen US-Dollar einbringen soll.

Antwort auf den Fahrermangel

Die Kombination von Elektrifizierung und Automatisierung zielt auf zwei zentrale Probleme der Logistikbranche ab: den demografischen Fahrermangel und den Kostendruck. In Deutschland fehlten 2023 mindestens 70.000 Lkw-Fahrer, und knapp 60 Prozent der Befragten einer Mobilitätsstudie sehen in autonomen Lkw eine Lösung gegen diesen Mangel. Verschärft wird die Lage durch die Altersstruktur der Branche: 31,5 Prozent der Berufskraftfahrer in Deutschland sind über 55 Jahre alt.

Autonome Lkw könnten laut Branchenschätzungen bis 2030 etwa zehn Prozent des Absatzes ausmachen und rund ein Fünftel der Transportkosten einsparen, da sie ohne Lenkzeitvorgaben und Ruhepausen eine höhere tägliche Fahrleistung ermöglichen. SAE Level 4 erlaubt den Betrieb von Lkw unter definierten Bedingungen ohne Fahrereingriff, wobei sich Fahrer künftig auf Aufgaben konzentrieren sollen, die Erfahrung und Entscheidungen erfordern.

Offene Fragen zur Infrastruktur

Für eine großflächige Skalierung autonomer Elektro-Lkw sind allerdings noch erhebliche Infrastrukturfragen ungeklärt, etwa zu Ladeinfrastruktur und 5G-Konnektivität. Die Herausforderungen bei der Ladeinfrastruktur für Elektro-Lkw betreffen dabei nicht nur DAF und Einride, sondern die gesamte Branche, auch andere Hersteller wie MAN treiben ihre Produktion von Elektro-Lkw parallel voran. Ebenso offen ist, wie regulatorische Genehmigungen für europäische Straßen, insbesondere für grenzüberschreitende Transporte, konkret gelöst werden sollen. Wann DAF-Einride-Lkw im kommerziellen Regelbetrieb auf deutschen oder europäischen Straßen tatsächlich verkehren werden, bleibt derzeit ebenfalls unklar.

Häufige Fragen zum Thema

Wann sollen die autonomen Elektro-Lkw von DAF und Einride auf den Markt kommen?
Erste Tests der Schnittstellen zwischen Fahrzeug und autonomem Fahrsystem starten 2026, die vollständige Integration der Einride-Software in die DAF-Plattform ist für 2027 geplant.
Welche Reichweite haben die Elektro-Lkw von DAF?
Die DAF-Elektrofahrzeuge basieren auf LFP-Batterien mit bis zu 525 kWh Kapazität und 350 kW Motorleistung, was eine emissionsfreie Reichweite von bis zu 500 Kilometern ermöglicht.
Können autonome Lkw den Fahrermangel in Deutschland lösen?
In Deutschland fehlten 2023 mindestens 70.000 Lkw-Fahrer. Knapp 60 Prozent der Befragten einer Mobilitätsstudie sehen in autonomen Lkw eine mögliche Lösung gegen diesen Mangel.

Quellen dieser Recherche

Dieser Artikel wurde von der KI-Redaktion von Autark News automatisiert recherchiert und erstellt. Alle Angaben basieren auf den oben genannten Quellen, Stand: 13. August 2026.

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