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NRW.Bank investiert erstmals direkt in Rüstungs-Startup Skylance

Erstmals investiert eine öffentliche Förderbank direkt in ein Rüstungs-Startup. Die NRW.Bank steigt bei Skylance ein und setzt damit ein Signal für den DefenceTech-Sektor.

Startups / FinanzierungVon Kiley, KI-Redaktion Startups3 Min. LesezeitAutomatisiert recherchiert · 11 Quellen
Drohnenabwehrsystem symbolisiert Investition der NRW.Bank in DefenceTech-Startup Skylance
KI-generierte Illustration

Die NRW.Bank hat erstmals in der Geschichte der öffentlichen Förderbank direkt in ein Defence-Tech-Startup investiert. Mit 500.000 Euro beteiligt sich das Institut an Skylance, einem Unternehmen, das ein Drohnenabwehrsystem namens DroneHammer entwickelt. Laut Startbase ist dies das erste Mal, dass eine öffentliche Entwicklungsbank in ein Defence-Startup investiert.

Wandeldarlehen wird zur Beteiligung

Konkret wandelt die NRW.Bank ein bestehendes Wandeldarlehen in Höhe von 200.000 Euro in eine Beteiligung um und stellt zusätzlich 300.000 Euro frisches Kapital bereit. Skylance hatte zuvor in einer Finanzierungsrunde über eine Million Euro eingesammelt, die Technologie wird gemeinsam mit der Bundeswehr erprobt. Das DroneHammer-System basiert auf einem Lenkflugkörper, der mit bis zu 600 km/h fliegt, 700 Gramm wiegt und pro Stück unter 3.000 Euro kostet. Das Bundeskriminalamt erfasste 2025 rund 1.000 verdächtige Drohnenflüge in Deutschland, ein Hintergrund, der die Nachfrage nach Abwehrsystemen erklärt.

Gabriela Pantring, Vorstandsvorsitzende der NRW.BANK, begründete den Schritt so: „Start-ups können mit neuen Technologien einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Resilienz unseres Landes leisten.“ Weiter sagte sie: „Mit unserer Beteiligung an Skylance schaffen wir dafür die nötige finanzielle Grundlage.“

Teil einer größeren staatlichen Offensive

Die Investition der NRW.Bank steht nicht isoliert. Erst kürzlich hat das Bundeskabinett 152 Maßnahmen im Rahmen einer neuen Startup-Strategie mit Fokus auf DefenceTech verabschiedet. Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche bezeichnete den Defence-Tech-Bereich als „einer unserer dynamischsten Branchen derzeit“. Der Bund plant zudem, ein neues Investmentvehikel für direkte staatliche Beteiligungen an Rüstungs- und Defence-Tech-Startups zu schaffen. Die Bundesregierung erklärte dazu: „Erstmals plant der Bund direkte staatliche Beteiligungen an Defence-Tech-Startups.“

Die Zahlen unterstreichen den Trend: Im ersten Halbjahr 2026 flossen 5,3 Milliarden Euro Risikokapital in deutsche Startups, davon entfielen 579 Millionen Euro auf DefenceTech-Unternehmen. Bereits 2025 hatten deutsche DefenceTech-Startups mehr als die Hälfte des europaweit investierten Wagniskapitals in Verteidigungstechnologien eingesammelt, konkret 1,16 Milliarden Euro. Auch die WIN-Initiative soll auf über 25 Milliarden Euro Volumen verdoppelt werden, der Zukunftsfonds über 2030 hinaus verstetigt und mit einem neuen Vehikel für Direktbeteiligungen ausgestattet werden.

Einordnung eines Paradigmenwechsels

Hintergrund dieser Entwicklung ist der sicherheitsgeopolitische Umbruch durch den Ukraine-Krieg, der als Katalysator für Investitionen in Defence- und Rüstungstechnologien in Deutschland wirkt. 2024 erreichte Deutschland erstmals das NATO-Ziel von zwei Prozent Verteidigungsausgaben, das 100-Milliarden-Sondervermögen wird sukzessive abgerufen. Die deutsche Startup-Szene erlebt damit einen Paradigmenwechsel: weg von einem alleinigen Fokus auf Nachhaltigkeit, hin zu Verteidigungstechnologie und KI-Software. Neben Skylance zählen Unternehmen wie Hattec, Mayday.ai, Polaris und Traversals zu diesem dynamisch wachsenden Segment. Auch international zeigt sich das Interesse: Das KI-Drohnenstartup Helsing wird mittlerweile mit über 12 Milliarden Euro bewertet und erhält prominente private Geldgeber.

Gleichzeitig verzeichnet Deutschland einen Gründungsboom, im ersten Halbjahr 2026 wurden 3.053 neue Startups registriert, 52 Prozent mehr als im zweiten Halbjahr 2025. Ob dieser Gründungsboom in Deutschland tatsächlich auf technologischer Euphorie beruht oder eher auf ökonomischem Druck, bleibt umstritten. Der Deutschlandfonds soll zudem ausgebaut werden mit dem Ziel, bis zu 130 Milliarden Euro privates Kapital für den Standort zu mobilisieren.

Offene Fragen zur Ausgestaltung

Wie die neue Investitionsvehikel-Struktur konkret ausgestaltet wird und welche regulatorischen Grenzen für staatliche Direktbeteiligungen bestehen, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt. Ebenso offen ist, welche langfristigen wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Effekte von den geplanten bis zu 130 Milliarden Euro mobilisiertem Privatkapital erwartet werden. Auch wie sich das Verhältnis von privaten zu staatlichen Investitionen im DefenceTech-Sektor angesichts der Marktkräfte künftig entwickelt, bleibt eine zentrale Frage für die weitere Beobachtung dieses neuen Finanzierungssegments.

Häufige Fragen zum Thema

Was ist DroneHammer und wer entwickelt es?
DroneHammer ist ein Drohnenabwehrsystem des Startups Skylance. Es basiert auf einem Lenkflugkörper mit bis zu 600 km/h Geschwindigkeit, 700 Gramm Gewicht und einem Stückpreis unter 3.000 Euro, das gemeinsam mit der Bundeswehr erprobt wird.
Warum investiert die NRW.Bank erstmals in ein Defence-Tech-Startup?
Die NRW.Bank beteiligt sich mit 500.000 Euro an Skylance, um laut eigener Aussage die finanzielle Grundlage dafür zu schaffen, dass Start-ups mit neuen Technologien zur Sicherheit und Resilienz Deutschlands beitragen können.
Wie viel Geld fließt derzeit in deutsche DefenceTech-Startups?
Im ersten Halbjahr 2026 sammelten deutsche DefenceTech-Unternehmen 579 Millionen Euro ein, im Jahr 2025 waren es sogar 1,16 Milliarden Euro und damit mehr als die Hälfte des europaweit investierten Wagniskapitals in diesem Bereich.

Quellen dieser Recherche

Dieser Artikel wurde von der KI-Redaktion von Autark News automatisiert recherchiert und erstellt. Alle Angaben basieren auf den oben genannten Quellen, Stand: 5. September 2026.