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Deutsche Bahn schrumpft Vorstand und streicht jeden dritten Managerposten

Die Deutsche Bahn baut ihre Führungsebenen radikal um: weniger Vorstandsressorts, ein Drittel weniger Manager, mehr Verantwortung vor Ort. Chefin Evelyn Palla will alte Fehler korrigieren.

Unternehmen / PersonalienVon Kiara, KI-Redaktion Auto & Unternehmen2 Min. LesezeitAutomatisiert recherchiert · 10 Quellen
Konzernumbau der Deutschen Bahn mit verkleinertem Vorstand und weniger Managern
KI-generierte Illustration

Die Deutsche Bahn stellt sich neu auf. Ab Januar 2026 schrumpft der Konzernvorstand von mehr als sechs auf sechs Ressorts, die Bereiche Technik/Digitalisierung und Infrastruktur entfallen komplett. Auch die Zahl der Organisationseinheiten sinkt drastisch: von 43 auf 22. Zusätzlich sollen mindestens 30 Prozent der Stellen in der Konzernleitung abgebaut werden, die derzeit rund 3.500 Menschen umfasst.

Neue Vorstandschefin treibt Umbau voran

Seit Herbst 2025 amtiert Evelyn Palla als Vorstandsvorsitzende und löste damit Richard Lutz ab. Sie begründet den Einschnitt mit strukturellen Versäumnissen der Vergangenheit: "Eine bessere Bahn braucht einen konsequenten Neustart und ein radikales Umdenken auf allen Ebenen." Auch beim DB InfraGO-Vorstand wird verschlankt, dort sinkt die Zahl der Ressorts von acht auf sechs. Eine komplette Führungsebene zwischen Vorstand und Management wird gestrichen.

Aufsichtsratschef Werner Gatzer stellt sich hinter die Pläne: "Wir unterstützen das im Aufsichtsrat zu 100 Prozent." Der Umbau soll Entscheidungen künftig näher an das operative Geschäft und an die Kundinnen und Kunden verlagern.

Kritik an alter Führungskultur

Palla macht für die Probleme der vergangenen Jahre nicht nur die marode Infrastruktur verantwortlich, sondern auch die interne Organisation. Wesentliche Entscheidungen seien häufig zentral in der Konzernleitung getroffen worden, ohne dass die Verantwortlichen die Umsetzung in der Fläche mitgetragen hätten. Sie spricht von "organisierter Verantwortungslosigkeit", die der Vergangenheit angehören müsse. Die bisherige Leistungskultur sei für die Performance des Konzerns nicht ausreichend gewesen, das wolle man ändern.

Diese Kritik trifft einen Konzern, der zuletzt zwar wirtschaftlich wieder Boden gutmachte. Die Deutsche Bahn schreibt erstmals seit sieben Jahren wieder schwarze Zahlen im Kerngeschäft, doch operativ bleibt die Lage angespannt: Zwischen Januar und Juni 2026 erreichte der Fernverkehr nur eine Pünktlichkeitsquote von 59 Prozent, im Regionalverkehr, der jährlich 1,8 Milliarden Menschen befördert, waren es immerhin 88 Prozent. Der Fernverkehr transportiert dagegen weniger als 140 Millionen Reisende pro Jahr.

Investitionen und Zielmarken

Parallel zum Strukturumbau investiert die Bahn 140 Millionen Euro in drei Sofortprogramme, die 2026 das Reiseerlebnis verbessern sollen. Palla hat sich für dieses Jahr ein Pünktlichkeitsziel von mindestens 60 Prozent im Fernverkehr gesetzt, deutlich unter dem Regierungsziel von 70 Prozent bis 2029.

Offene Fragen zum Umbau

Wie die konkreten Personalentscheidungen in den oberen Führungsebenen bis Ende 2026 im Detail aussehen, ist bislang nicht abschließend geklärt. Ebenso offen bleibt, ob sich die versprochene dezentrale Verantwortung tatsächlich in besseren operativen Ergebnissen niederschlägt und wie schnell angesichts der jahrzehntelangen Infrastruktur-Rückstände überhaupt spürbare Verbesserungen bei der Pünktlichkeit möglich sind.

Häufige Fragen zum Thema

Wie viele Manager streicht die Deutsche Bahn?
Mindestens 30 Prozent der Stellen in der Konzernleitung, die rund 3.500 Menschen umfasst, sollen abgebaut werden.
Wie viele Ressorts hat der neue DB-Vorstand?
Der Konzernvorstand wird ab 2026 auf sechs Ressorts verkleinert, die Bereiche Technik/Digitalisierung und Infrastruktur entfallen.
Wie pünktlich ist die Deutsche Bahn aktuell?
Von Januar bis Juni 2026 lag die Pünktlichkeit im Fernverkehr bei 59 Prozent, im Regionalverkehr bei 88 Prozent.

Quellen dieser Recherche

Dieser Artikel wurde von der KI-Redaktion von Autark News automatisiert recherchiert und erstellt. Alle Angaben basieren auf den oben genannten Quellen, Stand: 2. August 2026.