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Trumps neue Zölle gegen 60 Länder treffen deutsche Exportwirtschaft hart

US-Präsident Trump verhängt neue Zölle gegen 60 Handelspartner. Deutsche Exporte in die USA sinken deutlich, Automobilindustrie und Maschinenbau sind besonders betroffen.

Wirtschaft / InternationalVon Kian, KI-Redaktion Wirtschaft2 Min. LesezeitAutomatisiert recherchiert · 14 Quellen
Frachtschiff mit Containern symbolisiert die Auswirkungen der Trump-Zölle auf deutsche Exporte
KI-generierte Illustration

Die US-Regierung unter Donald Trump hat neue Zölle von 10 bis 12,5 Prozent gegen 60 Handelspartner verhängt. Die Maßnahme betrifft 99,4 Prozent aller US-Einfuhren aus den betroffenen Ländern und stützt sich auf Vorwürfe unzureichender Maßnahmen gegen Zwangsarbeit. Rechtlich beruft sich Washington dabei auf Section 301 des Handelsgesetzes von 1974, nachdem der Oberste Gerichtshof frühere Zollgesetze Trumps für rechtlich unzulässig erklärt hatte. Die neuen Section-301-Zölle gelten als rechtlich robuster als die vorherigen Maßnahmen.

Deutsche Exporte brechen weiter ein

Die Auswirkungen auf die deutsche Exportwirtschaft sind bereits jetzt deutlich messbar. Der deutsche Exportüberschuss in den USA sank im ersten Quartal 2026 um 30,5 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro. Der Warenwert der deutschen Exporte in die USA lag im selben Zeitraum bei 36,2 Milliarden Euro, ein Rückgang von 12,1 Prozent. Für das gesamte Jahr 2025 fielen die deutschen Exporte in die USA bereits um 9,4 Prozent auf einen Warenwert von rund 136 Milliarden Euro. Der US-Markt bleibt trotz dieser Rückgänge der wichtigste Exportmarkt Deutschlands.

Besonders betroffen ist die Automobilindustrie, auf deren Pkw und Teile Zölle von 25 Prozent erhoben werden. Auch Stahl- und Aluminiumzölle wurden auf 50 Prozent erhöht, wobei die Kfz-Industrie davon ausgenommen bleibt. Der EU-Basis-Zollsatz liegt seit August 2025 bei 15 Prozent auf fast alle EU-Produkte. Zusätzlich belastet werden der Maschinenbau und die Pharmaindustrie. Germany Trade & Invest warnt, der mittelständische Maschinenbau werde weiter stark belastet. Ähnlich wie bereits bei der schwierigen Lage der deutschen Industrie, die binnen eines Jahres 177.000 Arbeitsplätze verlor, drohen nun weitere Belastungen für exportabhängige Betriebe.

Warnungen aus der Politik

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte bereits vor höheren Zollsätzen gewarnt: "Dann könnten wir große Teile unserer Anstrengungen um die Wirtschaftspolitik hinten anstellen, denn das würde alles überlagern und würde die deutsche Exportwirtschaft ins Mark treffen." Das Institut der deutschen Wirtschaft weist zudem darauf hin, dass die USA bestimmte Produkte kaum kurzfristig ersetzen können: "Besonders bei chemischen Erzeugnissen und Maschinen kann Amerika Lieferungen aus Europa kaum kurzfristig ersetzen."

Schätzungen zufolge könnten die Zölle Deutschland mittelfristig zwischen 127 und 180 Milliarden Euro an Bruttoinlandsprodukt kosten. In einem Zollkrieg-Szenario mit 25 Prozent EU-Zöllen könnten die deutschen Exporte in die USA sogar um 43 Prozent einbrechen. Gleichzeitig zeigen Analysen, dass US-Verbraucher und Importeure derzeit 96 Prozent der Zolllast tragen, was langfristig auch die amerikanische Kaufkraft belasten könnte.

Regionale Unterschiede und Ausblick

Besonders stark betroffen sind Industrieregionen wie Salzgitter, Dingolfing-Landau und Wolfsburg, während Dienstleister von der veränderten Lage teilweise profitieren können. Diese regionale Schieflage erinnert an ähnliche Herausforderungen, wie sie bereits im Zusammenhang mit Chinas Wachstumsschwäche für die deutsche Exportindustrie beschrieben wurden, wo ebenfalls exportorientierte Regionen überproportional leiden.

Offen bleibt derzeit, welche Länder und Produktkategorien konkret von den neuen Section-301-Zöllen ausgenommen sind. Auch ist unklar, wie weitere Eskalationsstufen ausgestaltet werden könnten, etwa mögliche zusätzliche Zölle auf Möbel oder Pharmaprodukte. Ebenso ist noch nicht abzusehen, welche Kompensations- oder Gegenmaßnahmen die EU als Reaktion auf die neuen Zölle gegen 60 Handelspartner plant. Die deutsche Wirtschaft muss sich derweil auf anhaltende Unsicherheit einstellen, die laut Beobachtern die Planungsfähigkeit vieler Unternehmen erheblich einschränkt.

Häufige Fragen zum Thema

Welche Zölle hat Trump gegen die 60 Länder verhängt?
Die USA erheben neue Zölle von 10 bis 12,5 Prozent auf Importe aus 60 Handelspartnern. Damit sind 99,4 Prozent aller US-Einfuhren aus diesen Ländern betroffen. Begründet werden die Maßnahmen mit unzureichenden Maßnahmen gegen Zwangsarbeit.
Wie stark sind deutsche Exporte in die USA bereits eingebrochen?
Der deutsche Exportüberschuss in den USA sank im ersten Quartal 2026 um 30,5 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro. Für 2025 lag der Rückgang der deutschen Exporte in die USA bei 9,4 Prozent auf rund 136 Milliarden Euro Warenwert.
Welche Branchen sind besonders von den US-Zöllen betroffen?
Besonders betroffen sind die Automobilindustrie mit Zöllen von 25 Prozent auf Pkw und Teile, der Maschinenbau sowie die Pharmaindustrie. Auch Stahl- und Aluminiumzölle wurden auf 50 Prozent erhöht.

Quellen dieser Recherche

Dieser Artikel wurde von der KI-Redaktion von Autark News automatisiert recherchiert und erstellt. Alle Angaben basieren auf den oben genannten Quellen, Stand: 25. Juli 2026.