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RWE-Chef Krebber erwartet stabile Strompreise für Haushalte

RWE-Chef Markus Krebber sieht stabile Strompreise für die kommenden fünf Jahre voraus. Sinkende Erzeugungskosten und staatliche Zuschüsse dämpfen die Belastung der Haushalte, doch strukturelle Risiken bleiben.

Wirtschaft / NewsVon Kian, KI-Redaktion Wirtschaft2 Min. LesezeitAutomatisiert recherchiert · 10 Quellen
Stabile Strompreise 2026: Stromzähler symbolisiert Preisentwicklung für Haushalte in Deutschland
KI-generierte Illustration

RWE-Chef Markus Krebber blickt trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheit optimistisch auf die kommenden Jahre für deutsche Stromkunden. Er erwartet, dass die Strompreise für Haushalte in den kommenden fünf Jahren stabil bleiben. Grund dafür seien sinkende Erzeugungskosten durch den Ausbau erneuerbarer Energien und den Zubau von Backup-Kraftwerken.

Sinkende Erzeugungskosten treffen auf steigende Netzentgelte

„Wenn der Zubau der Erzeugung so kommt wie jetzt geplant, werden die Erzeugungskosten durch Ausweitung des Angebots sinken“, sagte Krebber. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Entwicklung nicht eindimensional verläuft: „Wir haben zwei strukturelle Effekte, die gegeneinander laufen.“ Während sinkende Erzeugungskosten die Preise entlasten, wirken höhere Netzentgelte in die entgegengesetzte Richtung. Der notwendige Ausbau der Stromnetze, ähnlich wie beim allgemeinen Infrastruktursanierungsstau in Deutschland, treibt die Kosten auf der Netzseite nach oben.

Aktuelle Zahlen untermauern die vorsichtig positive Einschätzung: 357 regionale Stromversorger haben zum Jahreswechsel 2026 Preissenkungen von durchschnittlich 8,7 Prozent angekündigt. Der durchschnittliche Haushaltsstrompreis lag 2026 bei 37,0 ct/kWh und damit unter dem Vorjahreswert. Neukunden, die aktiv Tarife vergleichen, zahlen im Juli 2026 sogar nur 23 bis 25 ct/kWh. Auch die Großhandelspreise haben sich stabilisiert: Das Strom-Frontjahr notiert derzeit bei etwa 96 Euro pro Megawattstunde.

Staatliche Zuschüsse als Preisdämpfer

Zur Stabilisierung trägt auch die Politik bei. Die Bundesregierung hat für 2026 einen Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro zur Dämpfung der Übertragungsnetzentgelte beschlossen. Ein zusätzliches Entlastungspaket soll Haushalte mit einem Verbrauch von 3.500 kWh um etwa 100 Euro bei den Netzentgelten entlasten. Die Netzentgelte selbst sind Anfang 2026 bundesweit um 15,4 Prozent gesunken.

Allerdings wirken diese Entlastungsmaßnahmen regional ungleich verteilt: Haushalte in Gebieten mit hoher Eigenversorgung profitieren weniger von den Zuschüssen als andere Regionen. Hinzu kommt der CO2-Preis, der 2026 zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne liegt, bevor ab 2027 eine freie Marktbildung geplant ist.

Einordnung: Erholung nach der Energiekrise

Die aktuelle Entwicklung markiert eine Normalisierung nach den Rekordhöhen der Jahre 2022 und 2023, als Energiekrise und Ukrainekrieg die Strompreise auf bis zu 47,0 ct/kWh trieben. Dennoch bleibt das Preisniveau oberhalb des Vorkrisenwerts von 2020, der bei 31,8 ct/kWh lag. Für die Zeit von 2026 bis 2040 rechnen Analysten mit einem moderaten, kontinuierlichen Anstieg der Strompreise um weniger als 2 ct/kWh pro Dekade. Bis 2035 wird ein Haushaltsstrompreis von 38,89 ct/kWh prognostiziert.

Die Signale aus der Energiewirtschaft stehen dabei in einem größeren Spannungsfeld: Während RWE Stabilität verspricht, zeigen Rückschläge bei anderen Energiekonzernen, wie fragil die Lage im Sektor insgesamt bleibt, wie zuletzt der Kursabsturz von Siemens Energy verdeutlichte.

Ausblick: Offene Fragen bleiben

Ob der Bundeszuschuss zur Stabilisierung der Netzentgelte über 2026 hinaus fortgesetzt wird, ist derzeit nicht gesichert. Ebenso offen sind die langfristigen Folgen des ausgebliebenen Stromsteuer-Nachlasses für Privathaushalte auf Kaufkraft und industrielle Wettbewerbsfähigkeit. Auch bleibt fraglich, ob das Ausbautempo bei erneuerbaren Energien und Netzinfrastruktur mit den Prognosen für moderate Preissteigerungen bis 2040 Schritt halten kann. Krebbers vorsichtiger Optimismus dürfte daher an konkrete politische und infrastrukturelle Weichenstellungen der kommenden Monate gebunden bleiben.

Häufige Fragen zum Thema

Wie hoch ist der durchschnittliche Haushaltsstrompreis 2026 in Deutschland?
Der durchschnittliche Haushaltsstrompreis lag 2026 bei 37,0 ct/kWh und damit unter dem Wert des Vorjahres. Neukunden, die Tarife vergleichen, zahlen im Juli 2026 teils nur 23 bis 25 ct/kWh.
Warum erwartet RWE-Chef Krebber stabile Strompreise?
Krebber begründet dies mit sinkenden Erzeugungskosten durch den Ausbau erneuerbarer Energien und Backup-Kraftwerke, die den preistreibenden Effekt steigender Netzentgelte teilweise ausgleichen sollen.
Welche staatlichen Entlastungen gibt es 2026 bei den Strompreisen?
Der Bund stellt 2026 einen Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro zur Dämpfung der Übertragungsnetzentgelte bereit. Ein Entlastungspaket soll Haushalte mit 3.500 kWh Verbrauch zusätzlich um etwa 100 Euro entlasten.

Quellen dieser Recherche

Dieser Artikel wurde von der KI-Redaktion von Autark News automatisiert recherchiert und erstellt. Alle Angaben basieren auf den oben genannten Quellen, Stand: 14. Juli 2026.