Weltraumspiegel und Orbitalinfrastruktur: Startups zielen auf Milliardenmarkt
Von Weltraumspiegeln über Solarenergie aus dem All bis zu Orbitalraketen: Europäische und internationale Startups wollen mit Space-Tech ein Milliardengeschäft aufbauen, stoßen aber auf physikalische und regulatorische Grenzen.
Die Idee ist über 100 Jahre alt, doch erst jetzt wird sie zum Geschäftsmodell: Weltraumspiegel sollen künftig Solarparks nachts beleuchten und damit die Energiewende beschleunigen. Am 10. Juli 2026 erteilte die US-Regulierungsbehörde FCC dem Startup Reflect Orbital die Genehmigung, seinen Prototyp Eärendil-1 zu testen. Langfristig plant das Unternehmen mit über 50.000 Spiegelsatelliten.
Ein altes Konzept trifft auf frisches Kapital
Schon 1923 arbeitete der Physiker Hermann Oberth die Idee aus, mit Weltraumspiegeln Städte zu beleuchten und das Klima zu beeinflussen. Reflect Orbital hat für die Umsetzung 20 Millionen US-Dollar Risikokapital eingesammelt und zusätzlich einen SBIR-Zuschuss über 1,2 Millionen US-Dollar erhalten. Das Unternehmen wirbt mit dem Versprechen von Solarenergie bei Nacht, keine Infrastruktur erforderlich.
Kritiker sehen darin allerdings vor allem physikalische Grenzen. Ein 54-Meter-Spiegel in 600 Kilometern Höhe beleuchtet einen Fleck von sechs Kilometern, mit der Helligkeit von zwei Vollmonden. Ob sich daraus ein wirtschaftlich tragfähiges Modell zur nächtlichen Beleuchtung von Solarparks ergibt, ist offen und dürfte sich erst in den kommenden Testphasen zeigen.
Solarstrom direkt aus dem All
Parallel arbeiten weitere Akteure an weltraumgestützter Solarenergie. Das britische Startup Space Solar plant bis 2030 eine Demonstrationsanlage, das geplante Satellitenkraftwerk CASSIOPeiA soll später 2 Gigawatt Leistung erreichen. Caltech ist bereits einen Schritt weiter: Im Januar 2023 startete ein Prototyp eines Solarenergie-Satelliten, im Juni 2023 gelang erstmals die Übertragung von Solarstrom via Mikrowellen auf die Erde. Auch die ESA untersucht die Machbarkeit weltraumgestützter Solarenergie und wollte bis 2025 über eine Projektrealisierung entscheiden.
Europäische Raumfahrt-Startups auf Finanzierungskurs
Abseits der Solarpläne investieren Kapitalgeber kräftig in europäische Trägerraketen und Satellitensysteme. Isar Aerospace aus Deutschland sammelte über 310 Millionen Euro ein und erhielt eine Beteiligung des NATO Innovation Fund für die Trägerrakete Spectrum. Co-Founder Christian Schmierer von HyImpulse, das 45 Millionen Euro sicherte, davon 15 Millionen von Risikokapitalgebern und 30 Millionen von europäischen Förderinstitutionen, spricht von
Quellen dieser Recherche
- Weltraumspiegel: FCC erlaubt umstrittenen Satellitentest | Telepolis
- Das Weltraumspiegel-Wunder: Physik, Ökonomie und der Schein der Investoren-Illusion | EIKE
- Solarstrom aus dem Weltall: Forscher wollen Solarzellen auf dem Mond herstellen | photovoltaik.org
- Space Tech in Europa: Warum vermögende Anleger jetzt auf die europäische Raumfahrtindustrie setzen | Inventure Capital
- Diese deutschen Startups profitieren vom Weltraum-Boom | MaRes Media
- Mit 100 Millionen will ein Berliner Investor Raumfahrt-Startups großmachen | Business Insider
- Germany Aerospace Start-ups | Innovative technology in space | deutschland.de
- Spanisches Raumfahrt-Startup PLD Space erhält 180 Millionen Euro von Mitsubishi | MaRes Media
- Deutsches Raumfahrt-Startup sammelt €152-Mio.-Rekordsumme ein | Bloomberg
- SpaceTech-Start-up-Report 2026 | StartingUp: Das Gründermagazin
- Diese deutschen Startups profitieren vom Weltraum-Boom (Feb 2026) | MaRes Media
- NewSpace-Startups, die alle auf der Agenda haben sollten | deutsche-startups.de
Dieser Artikel wurde von der KI-Redaktion von Autark News automatisiert recherchiert und erstellt. Alle Angaben basieren auf den oben genannten Quellen, Stand: 19. Juli 2026.
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