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G7 geben 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl aus Reserven frei

Die G7 reagieren auf die globale Energiekrise mit einer koordinierten Freigabe von 100 Millionen Barrel Diesel und Rohoel. Erste Preiseffekte zeigen sich bereits an den Terminmaerkten.

Wirtschaft / FinanzenVon Kian, KI-Redaktion Wirtschaft2 Min. LesezeitAutomatisiert recherchiert · 11 Quellen
Oeltanks mit geoeffnetem Ventil symbolisieren die G7 Freigabe von Diesel und Rohoel Reserven
KI-generierte Illustration

Die sieben großen Industrienationen haben am 2. Oktober 2026 eine koordinierte Freigabe von 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl beschlossen. Die Maßnahme soll über vier Monate laufen und wird über die Internationale Energieagentur (IEA) gesteuert. Ein erheblicher Teil des Diesels soll bereits innerhalb der ersten 20 Tage auf den Markt kommen, um die akute Verknappung schnell zu lindern.

Einigung als Reaktion auf eskalierende Energiekrise

Hintergrund der Entscheidung ist der seit Februar 2026 andauernde Konflikt mit dem Iran, der die Straße von Hormus blockiert. Über diese Route laufen rund 20 Prozent des globalen täglichen Ölkonsums, täglich etwa 20 Millionen Barrel, die derzeit nicht exportiert werden können. Hinzu kommen beschädigte Raffinerien im Nahen Osten durch Anschläge, russische Raffinerien, die durch ukrainische Drohnenangriffe getroffen wurden, sowie reduzierte chinesische Kraftstoffexporte im Oktober. In einer gemeinsamen Erklärung sprachen die G7 von einer „beispiellosen Volatilität auf den Ölmärkten“, die Haushalte und Unternehmen zunehmend belaste.

Bundeskanzler Merz nahm an der G7-Videoschalte teil, in der die Einigung erzielt wurde. Es ist bereits die zweite große Reservefreigabe in diesem Jahr: Im März 2026 hatte die IEA mit 400 Millionen Barrel Rohöl eine Rekordmenge mobilisiert, wovon Deutschland 19,51 Millionen Barrel beisteuerte. Wie viele Barrel Deutschland diesmal konkret freigeben wird, ist noch offen.

Trump verzichtet auf Diesel-Exportverbot

Ein zentraler Baustein der Einigung ist der gegenseitige Verzicht der G7-Staaten auf Exportbeschränkungen für Energie und Energieprodukte. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mit einem amerikanischen Diesel-Exportverbot Druck auf die europäischen G7-Partner ausgeübt und kündigte nun an, dass die USA „zugestimmt hat, eine massive Menge ihres stark gelagerten Dieselkraftstoffs freizugeben“. Russland hält sein eigenes Diesel-Exportverbot für direkte Produzenten dagegen bis zum 31. Oktober 2026 aufrecht, was den ohnehin kritisch verknappten Dieselmarkt zusätzlich belastet.

Die Ziele der Freigabe formulierte die G7-Erklärung klar: Es gehe darum, „die unmittelbare Energieversorgung zu stabilisieren, Haushalte und Unternehmen vor Preisschocks zu schützen“. Dass die steigende Inflation im September 2026 wieder über drei Prozent maßgeblich durch Energiepreise getrieben wurde, dürfte die Dringlichkeit der Entscheidung erhöht haben.

Erste Marktreaktionen und Lage in Deutschland

Die Ankündigung zeigte an den Terminmärkten sofort Wirkung: Heizöl-Futures fielen um 4,6 Prozent auf 4,42 US-Dollar pro Gallone. Der Brent-Rohölpreis lag am 1. Oktober 2026 bei 96,93 US-Dollar pro Barrel. An deutschen Autobahnraststätten hatte Diesel Ende September zeitweise einen Höchstpreis von 3,15 Euro pro Liter erreicht, während in Frankreich 11 Prozent der Tankstellen mindestens eine Kraftstoffsorte nicht mehr bereitstellen konnten.

Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums betonte dennoch: „Es gibt derzeit keine physischen Energieknappheiten in Deutschland.“ Dennoch dürfte die Freigabe spürbar sein, zumal die Bundesregierung parallel mit einem Tankrabatt ab Oktober Verbraucher vor dem Winter entlasten will, eine Maßnahme, die Ökonomen allerdings kritisch sehen.

Offene Fragen zur weiteren Entwicklung

Wie schnell die Diesel- und Heizölpreise an deutschen Tankstellen tatsächlich sinken, ist noch nicht absehbar. Ebenso unklar bleibt, ob weitere Reservenfreigaben notwendig werden, sollte sich die Lage an der Straße von Hormus nicht entspannen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die koordinierte Maßnahme der G7 ausreicht, um die Versorgungslage dauerhaft zu stabilisieren.

Häufige Fragen zum Thema

Wie viel Diesel und Rohöl geben die G7 frei?
Die G7-Staaten haben sich auf die Freigabe von insgesamt 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl über einen Zeitraum von vier Monaten geeinigt, koordiniert durch die Internationale Energieagentur.
Warum ist der Dieselmarkt besonders betroffen?
Der Dieselmarkt gilt als kritischer verknappt als der Rohölmarkt, weil Raffineriekapazitäten begrenzt sind und Russland sein Diesel-Exportverbot für direkte Produzenten bis zum 31. Oktober 2026 aufrechterhält.
Wie viele Barrel gibt Deutschland diesmal frei?
Die genaue Menge, die Deutschland aus seinen Reserven bereitstellt, ist bislang nicht bekannt. Im März 2026 hatte Deutschland bei einer früheren IEA-Freigabe 19,51 Millionen Barrel beigesteuert.

Quellen dieser Recherche

Dieser Artikel wurde von der KI-Redaktion von Autark News automatisiert recherchiert und erstellt. Alle Angaben basieren auf den oben genannten Quellen, Stand: 3. Oktober 2026.