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Cyberangriff auf TU München: Daten von 60.000 Menschen betroffen

Nach der LMU trifft es jetzt die TU München: Hacker erbeuteten über das Portal myTUM persönliche Daten von rund 60.000 Studenten und Beschäftigten.

Wirtschaft / NewsVon Kian, KI-Redaktion Wirtschaft3 Min. LesezeitAutomatisiert recherchiert · 11 Quellen
Cyberangriff auf TU München gefährdet Daten von 60.000 Studenten und Beschäftigten
KI-generierte Illustration

Die Technische Universität München (TUM) ist Ziel eines Cyberangriffs geworden, bei dem Daten von rund 60.000 Studenten und Beschäftigten potenziell betroffen sind. Angreifer drangen über ein Altsystem in das Campus-Management der Hochschule ein und erbeuteten über das myTUM-Portal Passwörter, Namen, Privatanschriften und Geburtsdaten.

Zweiter Angriff auf Münchner Hochschule binnen weniger Wochen

Der Vorfall an der TUM ist bereits der zweite größere Hackerangriff auf eine Münchner Hochschule innerhalb kurzer Zeit. Nur sieben Wochen zuvor war die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) Opfer eines ähnlichen Angriffs geworden. Die Häufung solcher Vorfälle wirft Fragen nach der IT-Sicherheit deutscher Hochschulen auf, die bislang keinen gesetzlichen IT-Sicherheitsstandard einhalten müssen, sondern lediglich auf freiwillige Beratung durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zurückgreifen können.

Hochschulen als Ziel staatlich gelenkter Spionage

Die Angriffe auf TUM und LMU reihen sich in eine größere Problematik ein: Deutsche Hochschulen gelten zunehmend als Einfallstor für Wirtschafts- und Forschungsspionage. Laut einer Recherche kooperieren 47 deutsche Hochschulen mit chinesischen Universitäten, die mutmaßlich staatlich gelenkten Hackergruppen nahestehen. Der Verfassungsschutz warnt explizit davor, dass Deutschland Ziel chinesischer Spionage an Hochschulen ist, um Technologietransfer zu ermöglichen.

Sinan Selen, Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, formulierte die Diskrepanz zwischen Wirtschaft und Wissenschaft deutlich: "Da, wo wir in der Wirtschaft inzwischen stehen in Bezug auf die Sensibilisierung, stehen wir in der Forschung und Lehre nicht." Besonders im Fokus ausländischer Nachrichtendienste stehen Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, Quantentechnologie und Hyperschalltechnik, Bereiche, in denen auch die TUM mit ihrer Forschung im Quantenengineering aktiv ist.

Konfuzius-Institute und die leise Bedrohung

Das Bundesinnenministerium hat bereits chinesische Konfuzius-Institute an deutschen Universitäten als Sicherheitsrisiko kritisiert. Cybersicherheitsexperte Luca Manns beschreibt die Dimension des Problems: "Die Bedrohung durch China ist eine leise Bedrohung." Konstantin von Notz, stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums, ergänzt: "Auf das enorme Risiko, dass ausländische Nachrichtendienste, insbesondere chinesische, deutsche Hochschulen ausspionieren, wurde immer wieder hingewiesen."

Wirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe

Die Dimension der Bedrohung zeigt sich auch in Zahlen: Spionage, Sabotage und Datendiebstahl verursachen der deutschen Wirtschaft nach Ermittlungen einen Jahresschaden von 206 Milliarden Euro. Russland und China gelten dabei als Hauptakteure staatlich gesteuerter Cyberangriffe auf deutsche Wirtschaft und Forschung. Diese Form der Wirtschaftsspionage trifft eine Industrie, die bereits unter anderem Druck steht, wie der massive Stellenabbau in der deutsche Industrie verliert 177.000 Arbeitsplätze in einem Jahr zeigt. Technologischer Know-how-Verlust durch Spionage könnte die Wettbewerbsfähigkeit zusätzlich schwächen, während gleichzeitig Unternehmen wie im Fall von Schaeffler streicht 3460 Stellen als Symptom der Autokrise bereits unter strukturellem Druck stehen.

Offene Fragen zur Aufklärung

Bislang ist nicht abschließend geklärt, welche Daten aus der TUM tatsächlich entwendet wurden und ob diese bereits von Spionageakteuren genutzt werden. Auch bleibt offen, welche konkreten Forschungsergebnisse der TUM oder anderer Universitäten bereits abgeflossen sind. Cyberangriffe auf Forschungseinrichtungen sind laut Verfassungsschutz Baden-Württemberg oft auf lange Zeiträume angelegt und international koordiniert, was die Aufklärung erschwert.

Ausblick

Die Häufung der Angriffe auf Münchner Hochschulen dürfte die Debatte über verbindliche IT-Sicherheitsstandards für deutsche Universitäten neu entfachen. Zugleich bleibt die Frage ungeklärt, wie Deutschland Sicherheitsstandards durchsetzen kann, ohne die Wissenschaftsfreiheit zu gefährden, ein Spannungsfeld, das angesichts der wachsenden Bedeutung von Zukunftstechnologien für die deutsche Wirtschaft an Dringlichkeit gewinnt.

Häufige Fragen zum Thema

Wie viele Menschen sind vom Cyberangriff auf die TU München betroffen?
Daten von rund 60.000 Studenten und Beschäftigten der TU München sind potenziell betroffen, darunter Passwörter, Namen, Privatanschriften und Geburtsdaten.
Wie kam es zu dem Angriff auf die TU München?
Angreifer drangen über ein Altsystem in das Campus-Management der Hochschule ein und erbeuteten darüber Daten über das myTUM-Portal.
Ist die TU München die einzige betroffene Hochschule in München?
Nein, sieben Wochen zuvor war bereits die LMU München Opfer eines ähnlichen Hackerangriffs geworden.

Quellen dieser Recherche

Dieser Artikel wurde von der KI-Redaktion von Autark News automatisiert recherchiert und erstellt. Alle Angaben basieren auf den oben genannten Quellen, Stand: 7. November 2026.