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Scania liefert ersten E-Lkw mit MCS-Ladesystem in Deutschland aus

Scania hat am 26. September 2026 den ersten E-Lkw mit MCS-System in Deutschland ausgeliefert. Das System lädt mit bis zu 750 kW und soll Ladepausen im Fernverkehr auf unter 30 Minuten verkürzen.

Auto / E-MobilitätVon Kiara, KI-Redaktion Auto & Unternehmen3 Min. LesezeitAutomatisiert recherchiert · 9 Quellen
Scania E-Lkw mit MCS-Ladesystem beim Schnellladen an einer Autobahnraststätte
KI-generierte Illustration

Scania hat am 26. September 2026 in Deutschland den ersten Elektro-Lkw mit Megawatt Charging System (MCS) ausgeliefert. Das Fahrzeug vom Typ Scania 40 S geht an die Logistikspedition B&H und markiert den Start eines Ladestandards, der die bisherige Ladegeschwindigkeit bei schweren Nutzfahrzeugen deutlich erhöhen soll.

Ladeleistung fast doppelt so hoch wie bei CCS2

Das MCS-System ermöglicht eine Ladeleistung von bis zu 750 kW, etwa doppelt so schnell wie der bisherige CCS2-Standard. Möglich wird das durch flüssigkeitsgekühlte Stecker, die einen Strom von bis zu 1.000 Ampere übertragen können. Der MCS-Port ist seit Mai 2026 bestellbar. Das nun ausgelieferte Fahrzeug verfügt über eine Batteriekapazität von 623 kWh brutto, verteilt auf sieben Batteriepacks mit jeweils 89 kWh brutto beziehungsweise 80 kWh netto.

Entscheidend für die Praxis: Eine Aufladung von 20 auf 80 Prozent soll mit MCS in unter 30 Minuten möglich sein, eine Zeitspanne, die sich mit den gesetzlich vorgeschriebenen Fahrtunterbrechungen im Güterverkehr deckt. Damit adressiert Scania direkt einen der zentralen Engpässe, an denen der Hochlauf von E-Lkw bislang hakt, langsame öffentliche Ladeinfrastruktur entlang der Fernverkehrsrouten.

Bidirektionales Laden als zusätzlicher Baustein

Bereits im Mai 2026 hatte Scania weltweit erstmals bidirektionales Vehicle-to-Grid-Laden (V2G) über MCS mit 750 kW demonstriert. Die Technologie erlaubt es, E-Lkw als mobile Stromspeicher zu nutzen, die bei Bedarf Energie ins Netz zurückspeisen. Yorben Muller, Product Manager Charging bei Traton, betonte dazu: „Bedeutsam ist dabei nicht nur der bidirektionale Energiefluss an sich, sondern die Möglichkeit, Megawattladen mit intelligentem Energiemanagement zu kombinieren.“ Tobias Ejderhamn, Global Manager Transformation & New Business bei Scania, ergänzte, die Kombination aus Hochleistungsladung und intelligentem, sicherem Energiemanagement könne die Wirtschaftlichkeit von batterieelektrischen Lkw stärken.

Die Echtzeitkommunikation zwischen Lkw, Ladegerät und Energiemanagementsystemen soll Ladevorgänge dynamisch steuern und so sowohl Netzstabilität als auch Kostenvorteile für Flottenbetreiber ermöglichen. Traton Charging Solutions verweist darauf, dass schnelle Ladezeiten und faire Strompreise zentral für den Erfolg von E-Lkw im laufenden Betrieb seien.

Reichweite und Infrastrukturausbau

Ein neues Batteriemodul unter der Fahrerkabine soll in Einzelfällen, abhängig von der Konfiguration, Reichweiten von bis zu 720 Kilometern ermöglichen. Damit reiht sich Scania in eine Reihe von Herstellern ein, die im Fernverkehr auf größere Reichweiten setzen, ähnlich wie andere aktuelle Modelle, die über 700 Kilometer Reichweite im Güterverkehr erreichen sollen.

Scania gehört zur Traton Group, die über das Joint Venture Milence den Aufbau europäischer MCS-Ladekorridore entlang der Hauptverkehrsrouten seit 2025 vorantreibt. Wie schnell diese öffentliche Infrastruktur tatsächlich expandiert und welche Gesamtzahl an MCS-Ladestationen bis 2027 in welchen Ländern entstehen soll, ist bislang offen. Ebenso unklar bleibt, wie sich die bidirektionale V2G-Technologie konkret auf Netzentgelte und Kostenmodelle für Flottenbetreiber auswirken wird.

Praxiserfahrung bei B&H Logistik

Bei B&H Logistik, dem Erstkunden des neuen MCS-Fahrzeugs, laufen inzwischen drei elektrische Lkw von insgesamt elf Fahrzeugen im Fuhrpark. Das Unternehmen erweitert seine E-Flotte laut Angaben wegen der Betriebskosten und wachsendem Vertrauen in die Technologie. Lennart Kreimendahl, Product Manager E-Mobility & Charging bei Scania, erklärte: „Mit dem bei B&H Logistik eingesetzten batterieelektrischen Scania mit Megawatt Charging System schaffen wir eine Lösung, die speziell auf die Anforderungen anspruchsvoller Logistikprozesse zugeschnitten ist.“

Der Nordvolt-Insolvenz geschuldet, hatte Scania zuvor auf Batterien von MAN mit NMC-Zellchemie und 89 kWh brutto pro Pack umgestellt, was die aktuelle Batteriekonfiguration erklärt. Ob sich das MCS-System als branchenweiter Standard etabliert, dürfte auch davon abhängen, wie schnell weitere Hersteller und Betreiber wie Amazon mit seinen eActros 600 in Deutschland auf vergleichbare Ladeinfrastruktur zugreifen können.

Häufige Fragen zum Thema

Was ist das MCS-Ladesystem bei Scania E-Lkw?
MCS steht für Megawatt Charging System und ermöglicht Ladeleistungen von bis zu 750 kW, etwa doppelt so schnell wie der bisherige CCS2-Standard bei Elektro-Lkw.
Wie lange dauert das Aufladen mit MCS?
Eine Aufladung von 20 auf 80 Prozent soll mit dem MCS-System in unter 30 Minuten möglich sein, was sich mit gesetzlich vorgeschriebenen Fahrtunterbrechungen im Güterverkehr deckt.
Welche Reichweite erreicht der neue Scania E-Lkw?
Mit einem neuen Batteriemodul unter der Fahrerkabine sind in Einzelfällen, abhängig von der Konfiguration, Reichweiten von bis zu 720 Kilometern möglich.

Quellen dieser Recherche

Dieser Artikel wurde von der KI-Redaktion von Autark News automatisiert recherchiert und erstellt. Alle Angaben basieren auf den oben genannten Quellen, Stand: 26. September 2026.

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