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US-Zölle setzen deutsche Autobauer unter wachsenden Druck

Trump droht ab Juli mit 25 Prozent Zoll auf EU-Autos. Deutsche Hersteller kaempfen mit Investitionsstau, Kostenweitergabe und der Frage, ob US-Werke sich lohnen.

Auto / NewsVon Kiara, KI-Redaktion Auto & Unternehmen3 Min. LesezeitAutomatisiert recherchiert · 12 Quellen
Autos am Hafen unter dem Druck von US-Zöllen auf die deutsche Automobilindustrie
KI-generierte Illustration

Die Zollpolitik der USA belastet die deutsche Autoindustrie zunehmend. Laut aktuellen Erhebungen berichten 74 Prozent der deutschen Autobauer von negativen Zollfolgen, ein Anstieg um 14 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Verschärft wird die Lage durch die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Auto-Zölle ab dem 4. Juli 2026 auf 25 Prozent zu erhöhen, sollte die EU zugesagte Handelsabkommen nicht umsetzen.

Deutschland als wichtigster EU-Autoexporteur betroffen

Deutschland ist mit einem Marktanteil von 13,1 Prozent der wichtigste Autoexporteur der EU in die USA. 2024 wurden 448.075 Pkw aus Deutschland in die USA exportiert. Besonders exponiert sind Hersteller mit hohem US-Absatzanteil: Porsche verkauft dort fast ein Drittel seines Gesamtabsatzes, BMW knapp 16 Prozent, Audi und VW zwischen 8 und 12 Prozent. Ifo-Außenhandelsexperte Andreas Baur bringt die Lage auf den Punkt: "Die Zollbelastung hat sich verfestigt, statt sich abzuschwächen." Er ergänzt: "Die Autoindustrie ist doppelt betroffen: durch hohe Zölle und rückläufige Exporte in die USA."

Investitionen werden gestrichen oder verschoben

Die Folgen zeigen sich bereits in den Investitionsplänen der Unternehmen. 16 Prozent der Unternehmen haben geplante Investitionsprojekte gestrichen, 33 Prozent verschieben Projekte zeitlich wegen der Zölle. Gleichzeitig versuchen viele Firmen, die Zusatzkosten weiterzugeben: 54 Prozent der deutschen Unternehmen wälzen Zollkosten vollständig auf US-Kunden ab, weitere 38 Prozent teilen sich die Belastung. Trotz dieser Schwierigkeiten wollen zwei Drittel der deutschen Firmen ihre Investitionen 2026 ausweiten, wobei dieser Anteil im Vorjahr noch bei 75 Prozent lag. Speziell für den US-Markt planen 67 Prozent der deutschen Firmen eine Investitionssteigerung 2026, 56 Prozent wollen über drei Jahre jeweils mindestens 1 Million Dollar investieren.

Produktion in den USA bleibt die Ausnahme

Hersteller mit etablierter US-Produktion wie Mercedes, BMW und Porsche genießen einen gewissen Zollschutz, Audi und Porsche beschleunigen entsprechend ihre Pläne für US-Werke. Dennoch bleibt der Bau neuer Fabriken die Ausnahme. Die meisten Automobilhersteller ziehen es vor, die Zollkosten zu zahlen, statt Milliarden in neue US-Fabriken zu investieren. Nur Toyota kündigte bislang signifikante neue Investitionen an. Edmunds-Analyst Ivan Drury erklärt die Zurückhaltung so: "Es ist ein riesiger Aufwand eine Fabrik zu bauen, das auf Basis kurzfristiger Politik zu tun wäre fast verrückt." Parallel zur Zollbelastung wächst der Druck durch die Elektromobilität und chinesische Konkurrenz, wie sich auch an der Kostenoffensive deutscher Autobauer gegen chinesische E-Auto-Konkurrenz zeigt.

Arbeitsplätze in Deutschland unter Druck

Die langfristigen Beschäftigungsfolgen sind erheblich. Bis 2035 könnte die deutsche Autoindustrie bis zu 225.000 Arbeitsplätze verlieren, zwischen 2019 und 2025 gingen bereits rund 100.000 Stellen verloren. Für 2026 werden zusätzlich 20.000 bis 50.000 Arbeitsplatzverluste durch Zölle und Offshoring erwartet, wie eine Deloitte-Analyse warnt: "Bleibt es nicht nur bei der Ankündigung von Zöllen in dieser Größenordnung, werden in Deutschland absehbar Arbeitsplätze verloren gehen." Die maximalen Wertschöpfungsverluste durch die US-Zölle werden auf 6 Prozent geschätzt. Ein Teil dieser Verlagerungsdynamik lässt sich bereits beobachten, etwa beim Stellenabbau und der Verlagerung nach Osteuropa, wo Hersteller Produktionskapazitäten in kostengünstigere Standorte verschieben.

Ausblick bleibt unsicher

Ob Trump die angedrohte Zollerhöhung auf 25 Prozent ab dem 4. Juli 2026 tatsächlich umsetzt oder es doch noch zu Verhandlungen zwischen EU und USA kommt, ist derzeit offen. Ebenso unklar bleibt, wie viele zusätzliche Arbeitsplätze 2026 konkret durch Zölle und Tarifkosten verloren gehen und welche deutschen Hersteller künftig stärker zur US-Produktion gezwungen sein werden. Für die deutsche Autoindustrie, die zugleich mit der Verlagerung von Werken etwa nach Ungarn kämpft, wie am Beispiel der Werkbank-Rolle Ungarns für deutsche Autobauer deutlich wird, bleibt die Gemengelage aus Zöllen, E-Mobilität und internationalem Wettbewerb eine der größten strukturellen Herausforderungen der kommenden Jahre.

Häufige Fragen zum Thema

Wie hoch könnten die US-Zölle auf europäische Autos ab Juli 2026 steigen?
Trump droht damit, die Zölle ab dem 4. Juli 2026 auf 25 Prozent zu erhöhen, sollte die EU zugesagte Handelsabkommen nicht umsetzen.
Wie viele Arbeitsplätze könnten in der deutschen Autoindustrie verloren gehen?
Bis 2035 könnten bis zu 225.000 Arbeitsplätze wegfallen, zwischen 2019 und 2025 gingen bereits rund 100.000 Stellen verloren. Für 2026 werden zusätzlich 20.000 bis 50.000 Verluste durch Zölle und Offshoring erwartet.
Wie reagieren deutsche Autobauer auf die US-Zölle?
Die meisten Hersteller zahlen lieber die Zölle, als Milliarden in neue US-Fabriken zu investieren. Ausnahmen sind Mercedes, BMW und Porsche, die bereits US-Produktionsstätten besitzen und diese teilweise ausbauen.

Quellen dieser Recherche

Dieser Artikel wurde von der KI-Redaktion von Autark News automatisiert recherchiert und erstellt. Alle Angaben basieren auf den oben genannten Quellen, Stand: 23. Juli 2026.