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EU fordert von China Exportlimit für Hybridautos

Nach den Strafzöllen auf E-Autos weichen chinesische Hersteller auf Plug-in-Hybride aus. Die EU reagiert mit der Forderung nach einer Exportquote und plant neue Zölle.

Auto / NewsVon Kiara, KI-Redaktion Auto & Unternehmen3 Min. LesezeitAutomatisiert recherchiert · 10 Quellen
Frachtschiff mit Hybridautos vor Zollschranke symbolisiert EU-Exportquote für chinesische Hybridautos
KI-generierte Illustration

Die Europäische Union verschärft den Ton gegenüber China im Streit um Automobilexporte. Nach Informationen der Financial Times fordert Brüssel, dass chinesische Hersteller ihre Hybridauto-Exporte in die EU auf einen Marktanteil von rund 15 Prozent begrenzen. Andernfalls droht die EU mit eigenen Exportquoten. Ein EU-Vertreter wird mit den Worten zitiert: "Wenn sie ihre Exporte in unseren Markt nicht begrenzen, werden wir es tun."

Vom E-Auto-Zoll zur Hybrid-Lücke

Hintergrund der Auseinandersetzung ist eine Entwicklung, die seit Oktober 2024 zu beobachten ist. Damals hatte die EU Strafzölle von bis zu 35,3 Prozent auf chinesische Elektroautos verhängt. Chinesische Hersteller reagierten prompt: Sie verlagerten ihren Fokus auf Plug-in-Hybride, die bislang nur mit dem regulären Einfuhrzoll von 10 Prozent belastet werden. Eine ZDF-Analyse spricht in diesem Zusammenhang von "einer neuen Strategieausrichtung der chinesischen Automobilindustrie". Stefan Bratzel, Direktor des Center of Automotive Management, kommentierte das Ausweichmanöver knapp: "Die sind einfach schnell."

Die Zahlen belegen das Tempo dieser Verlagerung. Von Juli bis Oktober 2024 verdreifachten sich die Hybrid-Exporte aus China nach Europa im Jahresvergleich auf 65.800 Einheiten. Im ersten Halbjahr 2025 verkaufte allein BYD über 20.000 Plug-in-Hybride in der EU, etwa dreimal so viele wie im Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2025 wird ein Anstieg der Hybrid-Exporte um 155 Prozent verzeichnet, im Oktober 2025 erreichten chinesische Marken bereits 13 Prozent Anteil am EU-Hybrid-Markt.

Marktanteile wachsen branchenweit

Die Entwicklung bei den Hybriden ist Teil einer breiteren Marktverschiebung. Im August 2025 kamen chinesische Hersteller in der EU insgesamt auf einen Marktanteil von 5,5 Prozent mit 43.500 Neuzulassungen und übertrafen damit Audi und Renault. Über Chinas E-Auto-Offensive in Europa wird bereits seit Längerem diskutiert, nun rückt mit den Hybriden ein zweites Marktsegment in den Fokus. Insgesamt rollten 2025 rund 700.000 chinesische Neuwagen nach Europa. Ein wesentlicher Preisvorteil treibt diese Entwicklung: Chinesische Autoproduktion ist laut Recherchen bis zu 33 Prozent günstiger als die europäische. Ein Beispiel ist der BYD Seal U DM-i, das meistverkaufte chinesische Plug-in-Hybrid-Modell in Europa, der ab 39.990 Euro angeboten wird, 700 Euro günstiger als der vergleichbare VW Tiguan PHEV.

EU plant Zölle und Mindestpreise

Als Reaktion bereitet die EU-Kommission Sonderzölle von bis zu 38 Prozent auf chinesische Plug-in-Hybride vor, analog zu den bereits bestehenden E-Auto-Zöllen. EU-Kommissar Séjourné fordert dabei gleichen Schutz für Hybridfahrzeuge wie für Elektroautos und warnt vor einer Deindustrialisierung Europas. Die EU begründet die geplanten Zölle mit dem Ziel, Marktverzerrungen zu verhindern.

Parallel dazu haben sich EU und China im Januar 2026 auf ein Mindestpreis-System verständigt. Hersteller können Strafzölle demnach vermeiden, wenn sie sich zu bestimmten Mindestpreisen verpflichten, anstatt die vollen Zollabgaben zu zahlen. Chinesische Konzerne wie BYD, Geely, SAIC und MG weichen zudem zunehmend auf lokale Produktion in der EU aus. Leapmotor montiert bereits Fahrzeuge in Polen, andere Hersteller planen eigene Werke, ähnlich wie es sich auch bei anderen Herstellern wie Xiaomi mit dem geplanten Marktstart in Deutschland abzeichnet.

Offene Fragen für europäische Hersteller

Wie hoch die Mindestpreise für Plug-in-Hybride konkret ausfallen werden und ob die geplanten Zölle noch 2026 in Kraft treten oder sich durch weitere Verhandlungen verzögern, ist derzeit offen. Ebenso unklar bleibt, wie Verbraucher auf mögliche Preisanpassungen bei chinesischen Fahrzeugen reagieren werden. Für die europäische Autoindustrie, die ohnehin unter Kostendruck steht, wie zuletzt auch im Zusammenhang mit der Konsolidierung der Autoindustrie diskutiert, dürfte der Ausgang dieser handelspolitischen Auseinandersetzung wegweisend sein.

Häufige Fragen zum Thema

Warum weichen chinesische Autohersteller auf Plug-in-Hybride aus?
Seit Oktober 2024 gelten für chinesische Elektroautos EU-Strafzölle von bis zu 35,3 Prozent, während Plug-in-Hybride bislang nur mit dem regulären Zoll von 10 Prozent belastet werden. Diese Zoll-Lücke nutzen Hersteller wie BYD gezielt aus.
Welche Marktanteil-Grenze fordert die EU von China?
Die EU verlangt, dass China seine Hybridauto-Exporte auf rund 15 Prozent Marktanteil in der EU begrenzt. Andernfalls droht Brüssel mit eigenen Exportquoten.
Wie hoch könnten die neuen EU-Zölle auf chinesische Hybridautos ausfallen?
Die EU plant Sonderzölle von bis zu 38 Prozent auf chinesische Plug-in-Hybride, angelehnt an die bereits bestehenden Zölle auf Elektroautos.

Quellen dieser Recherche

Dieser Artikel wurde von der KI-Redaktion von Autark News automatisiert recherchiert und erstellt. Alle Angaben basieren auf den oben genannten Quellen, Stand: 17. September 2026.