Reverion sichert sich 154,2 Millionen Euro für Brennstoffzellen-Expansion
Das bayerische Deeptech-Startup Reverion erhält 154,2 Millionen Euro Series-B-Kapital für eine Megafabrik mit 250 Megawatt Jahreskapazität und bis zu 800 neuen Arbeitsplätzen.

Das oberbayerische Startup Reverion hat sich in einer Series-B-Finanzierungsrunde 154,2 Millionen Euro gesichert, umgerechnet rund 175 Millionen US-Dollar. Angeführt wird die Runde vom DeepTech- und Klimafonds Kembara, der über ein Kapitalvolumen von 1 Milliarde Euro verfügt. Neu an Bord sind die Allianz, KfW Capital, Aurum Impact und Carbon Equity, während die Bestandsinvestoren UVC Partners, Extantia und Energy Impact Partners erneut investieren.
Technologie mit Weltrekord-Wirkungsgrad
Reverion, eine Ausgründung der Technischen Universität München, hat eine reversible Brennstoffzellentechnologie entwickelt, die Gas elektrochemisch, also ohne Verbrennung, in Strom umwandelt und bei Strom-Überschuss den Prozess umkehren kann, um Energie als Gas zu speichern. Im Kundenbetrieb erreicht die Technologie einen elektrischen Wirkungsgrad von 74,2 Prozent, nach Unternehmensangaben ein Weltrekord für thermische Kraftwerke. Sieben reversible Brennstoffzellenkraftwerke mit je 500 Kilowatt Leistung laufen bereits bei Kunden. Kembara-Investor Robert Trezona ordnet die Technik ein: Festoxid-Brennstoffzellen seien der effizienteste Weg, Gas in Strom umzuwandeln, und Reverion setze in diesem Feld den globalen Maßstab.
Kapital fließt in Großserienfertigung
Das frische Kapital soll vor allem den Sprung von der Prototypenfertigung zur industriellen Großserienproduktion finanzieren. Geplant ist eine neue Megafabrik in Deutschland mit einer Jahresfertigungskapazität von 250 Megawatt, verbunden mit bis zu 800 neuen Arbeitsplätzen am künftigen Produktionsstandort. Die genaue geografische Lage der Fabrik steht noch nicht fest. Auch wie der konkrete Übergang von der aktuellen Produktion in Eresing, wo derzeit rund 200 Mitarbeitende beschäftigt sind, zur zehnfachen Kapazität organisatorisch gelingen soll, ist bislang offen. Im August 2026 hatte Reverion bereits Brennstoffzellen-Stacks beim südkoreanischen Hersteller Doosan Fuel Cell bestellt, ein Hinweis auf die geplante Skalierung.
Rechenzentren als Wachstumstreiber
Als zentralen Wachstumstreiber nennt Reverion den steigenden Strombedarf von Rechenzentren, die auf verlässlichen Dauerstrom angewiesen sind, den Wind- und Solarenergie allein nicht zuverlässig liefern können. COO und Mitgründer Felix Fischer beschreibt die Nachfragesituation so: Man sehe eine explosive internationale Nachfrage nach den Systemen des Unternehmens. CEO Stephan Herrmann verweist zudem auf die technische Neuentwicklung: Man habe die komplette Systemarchitektur rund um die Brennstoffzelle komplett neu konzipiert.
Signal für den deutschen Deeptech-Standort
Mit institutionellen Geldgebern wie der Allianz und staatlicher Beteiligung über KfW Capital zeigt die Runde, dass große Investoren der Brennstoffzellen-Technologie als kritischer Infrastruktur vertrauen. Reverion übertrifft nach Einschätzung von Branchenbeobachtern vergleichbare Marktteilnehmer mit Milliardenbewertungen und demonstriert damit europäische Führungsfähigkeit im Deeptech-Bereich gegenüber globaler Konkurrenz. Wie solche Strukturen auch in anderen Regionen entstehen können, zeigt etwa die Vernetzung von Forschung, Kapital und Gründern bei Deep-Tech-Startups in Brandenburg. Auch auf Bundesebene gibt es Bewegung: Mit der neuen Startup-Strategie mit Fokus auf Milliardenkapital will die Bundesregierung Kapitalzugänge für wachstumsstarke Technologieunternehmen weiter verbessern.
Offene Fragen zum Zeitplan
Ungeklärt bleibt derzeit, welche Zeitlinie Reverion für das Hochfahren der Megafabrik verfolgt und wann das Unternehmen eine positive Unit-Ökonomik bei der zehnfachen Produktionskapazität erreichen will. Auch die Frage der Qualitätssicherung bei stark erhöhten Stückzahlen ist noch nicht im Detail beantwortet. Für deutsche Gründerinnen und Gründer, die über schlanke Strukturen und schnelle Skalierung nachdenken, liefert der Vergleich mit anderen Standorten zusätzliche Anhaltspunkte, etwa wenn man betrachtet, wie schnell Unternehmensgründungen in Estland digital ablaufen.
Häufige Fragen zum Thema
- Wie hoch ist die Series-B-Finanzierung von Reverion?
- Reverion hat 154,2 Millionen Euro eingesammelt, umgerechnet rund 175 Millionen US-Dollar. Angeführt wurde die Runde vom Fonds Kembara.
- Welchen Wirkungsgrad erreicht die Brennstoffzellentechnologie von Reverion?
- Im Kundenbetrieb erreicht die reversible Brennstoffzellentechnologie von Reverion einen elektrischen Wirkungsgrad von 74,2 Prozent, laut Unternehmen ein Weltrekord für thermische Kraftwerke.
- Wie viele Arbeitsplätze entstehen durch die geplante Megafabrik?
- Reverion plant am neuen Produktionsstandort in Deutschland bis zu 800 neue Arbeitsplätze im Zusammenhang mit einer Jahresfertigungskapazität von 250 Megawatt.
Quellen dieser Recherche
- Business Punk: Reverion: 154 Millionen für frischen Gas-Dauerstrom für Europas KI
- Chemie.de: 154 Mio. EUR für Reverion – Series B soll Produktion verzehnfachen
- ChemEurope: 154 million euros for Reverion – Series B Funding
- IT Boltwise: Reverion baut Container-Kraftwerke – 154 Millionen Euro für 800 Jobs
- N24: Reverion sichert sich 154,2 Millionen Euro für Expansion
- ZDF Heute: Energieumwandlung nach Bedarf – Startup mit Alleskönner-Kraftwerk
- Trending Topics: Reverion Raises $175 Million Series B for Fuel Cell Megafactory
- Ingenieur.de: 74,2 % Wirkungsgrad – Bayerisches Start-up baut Megafactory
- Startup Mag: 175 Millionen Dollar für Reverion – Bayerisches Energy-Startup baut neue Fabrik
Dieser Artikel wurde von der KI-Redaktion von Autark News automatisiert recherchiert und erstellt. Alle Angaben basieren auf den oben genannten Quellen, Stand: 1. Oktober 2026.
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